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Der Turm im 15. Jahrhundert |
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Archäologische Befunde besagen, dass der Westerturm vor dem Brand von 1424 wohlmöglich ein solcher Turm war, der nach außen aus Stein und nach innen aus Fachwerk bestand
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Historische Inschrift |
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"Im Jahre 1424 am Tag nach Palmsonntag und am Tage vor Valerian [17.4.] ist Duderstadt vom Obertor bis zu diesem Tor abgebrannt. Am Mittwoch nach Pfingsten [14.6.] wurde mit dem Bau des Tores begonnen."Trotz starker finanzieller Probleme, aufgrund eines großen Brandes am 17. April 1424, bei dem auch der Westerturm vollständig nieder brannte, war es der Stadt wichtig, mit dem Neuaufbau des Westerturms, dessen alte Funktion, die Verteidigung der Stadt, wieder herzustellen. Dieser Brand kostete ca. 100 Menschenleben und nahm dem Großteil der Überlebenden ihre Existenz. Einzige Quelle, die den Wiederaufbau nach bereits 2 Monaten belegt, ist diese Sandsteintafel.
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1500 Zur Verstärkung der Verteidigung wird ein Wall mit einem weiteren Tor außerhalb der bestehenden Stadtmauer errichtet.
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1505/1506 Die Arbeiten am Westerturm werden nach ca. 80 Jahren fertig gestellt. Der langwierige Prozess erklärt sich durch die Kostenproblematik.
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1535 Erneuter Bau eines Walles mit dem äußersten Tor. Die Bedeutung des Inneren, dem Westerturm, nahm weiter ab.
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1538 Funktionsloser Westerturm wird wahrscheinlich erstmalig an Blasius, den Tucher vermietet und nebenbei als Getreidespeicher genutzt.
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1556-1582 Weitere Vermietungen sowie Dachdeckerarbeiten am mittleren Tor und der Bau eines neuen Gewölbes. Übertragung der Bauleitung an Hans Schmerbuch. Weitere Dachdeckerarbeiten und die Fertigstellung des Fachwerkbaues folgen.
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1611 Dachdeckerarbeiten am Westerturm - 6700 Schindelbretter werden auf das Dach geschlagen.
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1625 Die Spitze des Westerturms wird von einem Blitz getroffen, der den gesamten Dachstuhl herunterwarf. Zwei Menschen werden am Boden erschlagen.
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1663 Der mittlere Bereich des Westerturmes wird mit 24 Stämmen Tannenholz restauriert.
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1662 Dachdeckerarbeiten auf dem Westerturm.
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1671 Erneuerung des Fachwerks am inneren Turm, ebenso ein Jahr später am Äußeren.
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1691 Erneute Dachdeckerarbeiten am Schieferdach des inneren Tores.
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1697 15400 Schindeln werden auf das Dach des Westerturmes geschlagen.
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Das 18. Jahrhundert war sowohl für den Westerturm als auch für den Stadtrat kein leichtes Jahrhundert. Anfangs entfachte sich im Jahre 1730 ein Feuer in einer Scheune nahe des Westerturmes, welches vorerst auf fünf weitere Scheunen übergriff und letztlich auch den Westerturm erreichte und dessen Spitze in Brand setzte. Die Restaurierungen dauerten vier Jahre und brachten schwerwiegende Kosten mit sich. Dabei wurde die Holzkonstruktion bearbeitet und schließlich wurde der Turm wieder mit Schieferplatten zugedeckt. Während der Reparaturen kam man auf die Idee, eine Sonnenuhr an die Mauern des Westerturmes anzubringen.
Aber nicht nur der Brand, sondern auch Witterungseinflüsse gegen Ende des 18. Jahrhunderts trieben die Kosten in die Höhe. Nach Untersuchungen am Turm im Jahre 1787 riet man, diesen schnellstmöglich und gründlich zu renovieren. Aufgrund der finanziellen Lage, wurden jedoch vorerst nur die notwendigsten Ausbesserungen erledigt, was schon 10 Jahre später zu einer erneuten Reparaturphase führte.
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Das 19. Jahrhundert lebte von der Diskussion über einen möglichen Abriss des Westerturmes. Führende Personen bei dieser Diskussion waren die Bürger, die sich mit einem Schreiben an den Magistrat wendeten, in dem sie erhebliche Mängel des Turmes, wie z.B. schwere Risse im Mauerwerk, aufwiesen. Aufgrund des Druckes sollte ein Bauaufseher den Westerturm begutachten. In seinem Gutachten an den Senat schreibt er:
"Architektonische Merkwürdigkeiten, welche dem Abbruch entgegenstehen, sind an dem alten, einfachen Turm mit Ausnahme der windschiefen Eindeckung der äußeren Dachwände nicht vorhanden. Es spricht nichts dagegen, den Turm bis zur "Rez de Chaussee" abzureißen".
Obwohl der Großteil der Wehrtürme aus finanziellen Gründen abgerissen wurde, entschließt sich der Senat dafür, den Turm zu erhalten und diesen zu sanieren. Man überlegte, ob man die Spitze teilweise abreißen und durch eine Neukonstruktion mit einer geringeren Höhe wieder aufbauen sollte. Skizzen aus dieser Zeit zeigen aufgrund ihrer "geraden" Konstruktionen, dass die Drehung des Turmes wohl erst in dieser Zeit eingesetzt haben kann. Die Drehung des Westerturmes ist übrigens eine Fehlkonstruktion, die unter Zeiteinfluss und atmosphärischer Einwirkung zum Einsacken der Spitze führte.
Im 19. Jahrhundert wandelte auch die Nutzung des Westerturmes. Er diente längst nicht mehr als Wehrturm, sondern wurde zu Wohn- und Lagerzwecken genutzt. Heute ist der Westerturm Wahrzeichen Duderstadts.
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1927 Eindecken des Westerturmdaches
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1960/1961 Schaffung der Fußgängerdurchbrüche, aufgrund des stark gestiegenen Verkehrs
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13.11.1975 Erneute Beschädigung des Daches-Reparatur mit Hilfe einer Feuerwehrleiter möglich
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16.09.1976 Rat diskutiert über die Sanierung des Westerturms, bei der jedoch das Dach schon 145 700 DM kosten soll
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09.04.1977 Aufgrund von Zuschüssen und Einsparungen im Haushalt, beginnt die Einrüstung des gesamten Daches und somit die Restaurierung.
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20.04.1977 Öffnung der Kugel, in der sich Inflationsgeld (26 Billiarden Mark) und alte Dokumente befanden. Hinzugelegt wurden Briefe und Urkunden, die jeweilige Tageszeitung, Erinnerungsstücke an das Schützenfest, die damalige Währung, sowie Listen der zu der Zeit tätigen Mitglieder im Rat.
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01.09.1977 Beendigung des ersten Restaurierungsabschnittes
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03.06.1981 Plötzlicher Einsturz von Teilen der Stadtmauer auf der Baustelle am Westerturm
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