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Westerturm wird für Autoverkehr freigegeben Modellversuch für Innenstadt beginnt am Montag / Marktstraße bis Augustinergasse befahrbar Die Schilder, die den Beginn der Fußgängerzone markieren, sind bereits versetzt: Ab Montag können Autos die obere Marktstraße bis zur Augustinergasse und die Westerturm-Durchfahrt im Schritttempo passieren.
Duderstadt (ku). Rund zwei Jahre lang war die Westerturm-Baustelle und nicht passierbar, ab Montag gilt die Durchfahrt als verkehrsberuhigter Bereich, gekennzeichnet durch ein Spielstraßen-Schild. Mit der viel diskutierten 12. Fortschreibung des Verkehrskonzeptes der Stadt tritt eine Reihe von Änderungen in Kraft, die die Parksituation und Erreichbarkeit der Innenstadt weiter verbessern sollen. „Die Fußgängerzone ist weder eine heilige Kuh noch darf sie als Sündenbock herhalten„, sagt Bürgermeister Wolfgang Nolte und zitiert damit Äußerungen von Pastor Karl Wurm beim Schützenfest-Gottesdienst. Nolte betont, dass die Fußgängerzone in ihrem Kernbestand erhalten bleibt, kündigt verstärkte Kontrollen an und bittet die Bürger um Hinweise und Anregungen an die Verwaltung. Das Land Niedersachsen trage die Neuregelung mit, teilt Nolte vor dem Hintergrund der mit erheblichen Landesmitteln angelegten Fußgängerzone und der Diskussion über mögliche Rückzahlungen mit. Vertreter der Bezirksregierung hätten die Veränderungen als sinnvoll und angemessen betrachtet. Nach etwa einem Jahr solle ein erster Erfahrungsbericht vorgelegt werden.
Der Westerturm, der vor der Sanierung nur von Linienbussen, Hotelgästen und Lieferanten durchfahren werden durfte, wird ab Montag für den allgemeinen Verkehr freigegeben - „aufgrund der besonderen baulichen und denkmal-pflegerischen Situation mit Einschränkungen„. Der Straßenabschnitt darf ausschließlich stadteinwärts (nur von Radfahrern in beide Richtungen) in Schrittgeschwindigkeit befahren werden. Ohne Fußgängerzonen-Berechtigung darf lediglich nach links in die Hinterstraße abgebogen werden. Diese Regelung gilt für Autos bis 3,5 Tonnen, also nicht für Busse und Lastwagen. Deshalb bleibt auch die Haltestelle an der Unterkirche aufgehoben.
Schritttempo und eine Einbahnstraßenregelung gilt auch für die Marktstraße zwischen Obertor und Augustinergasse, aus der dann nur nach rechts in die Hinterstraße abgebogen werden darf. Die elf Anwohnerparkplätze an der linken Straßenseite der Augustinergasse werden zum allgemeinen Parken freigegeben, an der Brehme in der oberen Marktstraße entstehen fünf neue Parkmöglichkeiten, gekennzeichnet durch Markierungsnägel. Zudem werden dort zwei neue Behindertenparkplätze ausgewiesen. Auch auf dem „Stern„-Parkplatz entsteht ein zweiter Behindertenparkplatz.
In Kürze abgerissen wird die Scheune in der Hinterstraße gegenüber dem öffentlichen Parkplatz am ehemaligen Bauhofgelände. Auf der neuen Freifläche sollen Anwohnerparkplätze für Bewohner von Augustinergasse, Jüden- und Hinterstraße geschaffen werden. Bis dahin können die allgemeinen Parkplätze in Augustinergasse und oberer Hinterstraße mit Bewohnerparkausweis genutzt werden. Künftig soll auch die Parkgebührenpflicht in der Innenstadt auf 8 bis 17 Uhr (bisher bis 18 Uhr) begrenzt werden. Wegen noch nötiger technischer Umrüstungen kann diese Regelung erst ab 1. Oktober in Kraft treten.
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„Aus einem Alptraum wird eine Attraktion„ Westerturm-Ensemble offiziell eingeweiht / Minister Stratmann lobt gelungene Kombination Volksfest- und Hochstimmung haben sich gemischt, als gestern bei Kaiserwetter das sanierte und neu gestaltete Westerturmensemble eingeweiht wurde. Niedersachsens Wissenschafts- und Kulturminister Lutz Stratmann lobte die gelungene Kombination aus Alt und Neu. Duderstadt nutze sein Ambiente mit Erfolg als Standortfaktor.
Duderstadt (ku). Die von allen Rednern beschworene emotionale Verbundenheit der Bürger mit ihrem Baudenkmal spiegelte sich auf der Spiegelbrücke wider. Die weiß eingedeckten Biertischreihen vor der schwarz verhängten Tordurchfahrt reichten bei weitem nicht aus, um allen Gästen und Interessierten Platz beim Festakt unter freiem Himmel zu bieten. Stadtpfeifer, Anreischke und Salutschüsse begrüßten die Gäste, das Blechbläserquintett „Rohrzeuch„ aus Hannover bereicherte die Veranstaltung musikalisch, an der Sanierung beteiligte Handwerksbetriebe sowie Schützengesellschaft waren mit Ständen vertreten, und das DRK teilte Erbsensuppe aus. Unter dem steinernen Abbild des Hl. Andreas am „geheimnisvollen und sagenumwobenen Westerturm„ sprach Bürgermeister Wolfgang Nolte von einer „wahr gewordenen Vision„ und erinnerte an die „schockierenden Ergebnisse„ der Untersuchungen zur Standsicherheit vor fünf Jahren, als die Abnahme des Turmhelmes im Raum stand. Fünf Jahre später habe man den olympischen Zehnkampf gewonnen und sei am Ziel: „Aus einem Alptraum wird eine Attraktion, finanziert von Ihnen allen.„ 500 000 Euro von Näder Nolte lüftete auch ein pekuniäres Geheimnis, über das bislang Stillschweigen gewahrt wurde: Hans-Georg Näders Zusage, den kommunalen Anteil bis zu 500 000 Euro zu tragen. „Wir werden das ,bis zu‘ streichen müssen„, sagte Nolte und dankte Näder für die Spende über eine halbe Million Euro ebenso wie allen anderen Spendern und Förderern des 1,75 Millionen Euro teuren Sanierungsprojektes. Erfreut über die ökumenische Weihe durch Kaplan Jan Uhlenbrock und Pastor Karl Wurm zeigte sich Minister Stratmann: „Diese gute Tradition gerät mehr und mehr in Vergessenheit und wird nur noch im Eichsfeld und im oldenburgischen Münsterland gepflegt.„ Von Wurm kamen auch kritische Worte zum Tag, als er wünschte, dass das für ihn „noch gewöhnungsbedürftige Ensemble„ bald Ruhe vor Autos haben und - mit Blick auf die Tauben - pflegeleicht bleiben werde. Stratmann zeigte sich sicher, dass die Sanierung angesichts des wachsenden Stellenwertes von Kultur- und
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Duderstädter Schützen schießen den Vogel ab Sonderausstellung im Westerturm-Ensemble / Leihgabe aus Landesmuseum als Prunkstück Wenn morgen das Westerturmensemble offiziell eingeweiht wird, eröffnet auch Bäckermeister Hans-Joachim Stockfisch im Erdgeschoss das Café „Zum Spießbürger„. Und im ersten Obergeschoss widmet sich eine Sonderausstellung der Historie des Schützenwesens in der Brehmestadt.
Duderstadt (ku). „Wer den Vogel abschießt… Alte Schießrituale der Duderstädter Schützen„ heißt die von Historikerin Maria Hauff konzipierte Ausstellung. Das Eingangszitat stammt aus der Einladung zum Erfurter Vogelschießen 1725 und zeigt in der Fortsetzung, dass Schützenfeste früher länger und exzessiver gefeiert wurden: „…wird sich gefallen lassen, der Schützen-Compagnie 5 bis 6 Eimer Bier nebst Tobak und Pfeiffen zu geben„. Infotafeln aus Glas Mindestens acht Tage lang wurde das Vogelschießen in Duderstadt gefeiert. Einen Eindruck davon vermittelt ein Wandbild, das eine Szene von 1837 mit Zeltlager und Vogelstange auf dem Schützenplatz zeigt. Der hölzerne Duderstädter Schützenvogel mit fast zwei Metern Spannweite, der bis zum Krieg in Gebrauch war, fehlt in der Ausstellung ebenso wenig wie die Vogelbüchse, die die Armbrust ablöste, die seltene und 180 Kilo schwere eiserne Zielscheibe aus dem 19. Jahrhundert, die älteste Scheibe der Schützengesellschaft aus dem Jahr 1819, ein Vogelorden von 1922 oder der im Zuge der Rathaussanierung entdeckte Armbrustbolzen. Inzwischen liegen Expertisen vor, die den geschäfteten und damit in Europa äußerst seltenen Bolzen auf das 13./14. Jahrhundert datieren. Prunkstück der Ausstellung ist eine Leihgabe des Thüringer Landesmuseums: eine Duderstädter Armbrust von 1661, die sowohl Bolzen als auch Kugeln abschießen konnte. Ein Aufkauf des Exponates sei leider nicht möglich, bedauert Hauff, da die umfangreiche Waffensammlung Schwarzburger Zeughaus-Rudolstadt komplett bleiben soll. Die von Architekt Jochen Brandi gewünschte architektonische Transparenz bei Freilegung der Stadtmauer und Gestaltung des Bachmannschen Hauses setzt sich übrigens bis zur Ausstellung fort: selbst die Infotafeln sind aus Glas, um den Blick aufs Mauerwerk nicht zu verstellen. Im zweiten Obergeschoss, wo eine Dauerausstellung mit Zeitleiste über die Stadtbefestigung informiert, greift ein Fragment aus alten und neuen, glatten Sandsteinen das Leitmotiv der nicht historisierenden Sanierung auf: „Wunden heilen - Narben zeigen„. Unter dem Glasdach steht auch eine Spieß-Bürger-Figur nach einer Zeichnung von 1920 - zurückgehend auf die lediglich mit Spießen bewaffneten, ärmeren Vorstädter. Und im Turminneren bietet sich den Besuchern ein einzigartiger Blick auf das Balkenmikado des gedrehten Helmes.
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Millionenprojekt bekommt Ministerbesuch Duderstadt (ku). Als vor vier Jahren gravierende Schäden am gedrehten Helm des Westerturmes festgestellt wurden, herrschte zunächst Ratlosigkeit. „Wir müssen versuchen, die finanzielle Last auf möglichst viele Schultern zu verteilen„, sagte Wolfgang Nolte damals. Und das ist auch gelungen. Der Stadt konnte die Notsituation in eine Chance verwandeln. Nach der Investition von mehr als 1,7 Millionen Euro wird das sanierte und umgestaltete Westerturm-Ensemble mit Bachmannschem Haus am Donnerstag, 12. August, um 11 Uhr im Beisein von Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann offiziell eröffnet, gefolgt von vier „Tagen des offenen Turmes„ mitsamt musikalischem und gastronomischem Begleitprogramm. Stratmann reist bereits heute an, wird sich im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Duderstadt eintragen und anschließend mit Nolte sowie Ehrenbürgermeister Lothar Koch (MdL) das Grenzlandmuseum besuchen.
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Handwerkermarkt geht in die zweite Runde Historisches Spektakel in der Marktstraße wird mit Westerturm-Einweihung verzahnt Noch größer, bunter und vielseitiger als beim Debüt im vergangenen Jahr soll der Historische Handwerkermarkt am 14. und 15. August ausfallen. Parallel dazu wird auf der Spiegelbrücke die Westerturm-Einweihung gefeiert.
Duderstadt (ku). Seit vergangenem Jahr gibt es in der Duderstädter Event-Landschaft neben Garten-, Apfel- und Birnen sowie Weihnachtsmarkt ein viertes Standbein: den Historischen Handwerkermarkt. In diesem Jahr wird er von einem noch üppigeren Programm flankiert. Zwischen Rathaus und Unterkirche erwarten die Besucher drei Dutzend auf Mittelalter getrimmte Stände und Attraktionen. Der Handwerkermarkt wird am Sonnabend, 14. August, um 11 Uhr vor dem Rathaus offiziell eröffnet. Das Marktgeschehen soll sich bis in die Abendstunden erstrecken - inklusive Spielleuten, Rittern, Gauklern, Spanferkel vom Spieß und „vielen Dingen für den kleinen Geldbeutel„, wie Treffpunkt Stadtmarketing-Vorsitzender Hubertus Werner verspricht: „Völlerei und Prasserei sind keine Grenzen gesetzt.„ Am Sonntag ab 11 Uhr wird das Markttreiben fortgesetzt und klingt um 20 Uhr aus. Die Geschäfte in der Innenstadt sind am Sonnabend den ganzen Tag und am Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
Buchdruck à la Gutenberg
Fremdbeschicker und örtliche Handwerksbetriebe halten sich beim thematisch begrenzten 2. Historischen Handwerkermarkt die Waage. Werner hätte gerne noch mehr Handwerker mobilisiert, ist aber froh, dass sich bislang immerhin 18 heimische Betriebe beteiligen.Weitere Interessenten können sich noch unter Tel. 5519 melden. Während die Druckerei Mecke historische Buchdruckkunst wie zu Gutenbergs Zeiten demonstriert, ist die Saline Luisenhall dieses Mal nicht dabei. Der ursprüngliche angedachte Umzug von 100 Kaltblutpferden aus Braunschweig musste aus Kostengründen abgesagt werden. Dafür gibt es aber unter anderem Drechsler, Seilmacher, Töpfer und Korbmacher zu sehen. Um einen Polsterer und - über die Heinz Sielmann Stiftung - das liebe Vieh ist Werner noch bemüht.
Das Rahmenprogramm des Handwerkermarktes reicht von Armbrust- und Bogenschießen bis zum Auftritt des Eichsfelder Damen-Trios „Banu„ mit arabisch- folkloristischen Tänzen. Abseits des Trubels wird im ökologischen Lehrgarten zwischen Rosengasse und Stadtmauer der mit Holz befeuerte Stein-Lehm-Backofen der Pestalozzi-Schule in Gang gesetzt.
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Auf den Festakt folgt ein Volksfest Duderstadt (ku). Das nach einem Entwurf von Jochen Brandi gestaltete Westerturm-Ensemble wird am Donnerstag, 12. August, um 11 Uhr mit Anreischken, Stadtpfeifern, Salutschüssen und Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann als Ehrengast eingeweiht. An diesem Tag eröffnet auch die Bäckerei Stockfisch ihr Café am Turm. Dem Festakt schließen sich vier „Tage des offenen Turmes„ an, am Wochenende flankiert von einem Zusatzprogramm mit Volksfestcharakter, Platzkonzerten und gastronomischen Angeboten. Dietmar Engelhardt präsentiert am Sonnabend, 14. August, ab 22.30 Uhr seine „Fire & Light„-Show „Magic Dreams„. Während im zweiten Geschoss des Bachmannschen Hauses eine Dauerausstellung über die Stadtbefestigungsanlagen informiert, dreht sich die von Historikerin Maria Hauff in Kooperation mit der Kreisbildstelle organisierte 1. Sonderausstellung im ersten Stock um das Vogelschießen der Schützengesellschaft. Prunkstück ist eine Landesmuseumsleihgabe: eine Duderstädter Armbrust von 1616.
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1075. Stadtgeburtstag im Puls der Zeit Westerturm glänzt auf Zifferblatt der Jubiläumsuhr / Urkunde für Besitzer Duderstadt (ti). Verbundenheit zur Brehmestadt kann man nun auch sichtbar am Handgelenk zeigen. Anlässlich des 1075. Stadtgeburtstages hat Juwelier Günter Oppermann eine Uhrenserie entworfen. Diese hat er auf 199 Exemplare limitiert. Besonderen Wert hat er darauf gelegt, dass die Uhren höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Eingebettet in ein massives Edelstahlgehäuse, bei dem Verfärbungen oder Abnutzungen ausgeschlossen sind, gibt es je nach Wunsch ein Silberzifferblatt mit schwarz ausgelegter Motivgravur oder ein blaues Blatt mit Silbergravur. Als Herz schlägt in den eleganten Zeitmessern ein äußerst präzises Schweizer Uhrwerk.
Als Motiv hat Oppermann eine Ansicht des Stadteinganges mit dem unverwechselbaren Westerturm gewählt. „Das Motiv stammt von einem alten Stich, den wir in unserem Archiv gefunden haben. Vor rund 25 Jahren wurde in unserem Haus schon einmal ein Teller entworfen„, erinnert sich Oppermann. Die neuen Uhren sind für Herren und auch für Damen mit verschiedenen Bandfarben zu bekommen. Zusätzlich ist der Schriftzug „1075 Jahre Duderstadt„ und die laufende Nummer eingraviert. Dazu gibt es noch eine Urkunde, und jeder Eigentümer wird in einer Kartei notiert, so dass jede Uhr sofort zugeordnet werden kann.
Nummer eins ging an Bürgermeister Wolfgang Nolte. Günter Oppermann übergab die Uhr samt Urkunde persönlich und wünschte, dass sie die nächsten 1075 Jahre hält. „Die Uhr wird Amtsuhr für die kommenden Bürgermeister„, scherzte Nolte und verteilte damit gleich einen Seitenhieb an die SPD, deren Vorsitzende lange Zeit eine „August-Bebel- Uhr„ trugen. „Und Bürgermeister werden es in den nächsten 1075 Jahren eine Menge sein.„ Er zeigte sich begeistert, wie die Duderstädter, die „Anreischken„, sich in die Feierlichkeiten zum Jubiläum mit einbringen, obwohl es kein zentrales Fest geben soll, sondern 2004 als Festjahr gefeiert wird. Er lobte den Bürgersinn und wünschte, dass alle 199 Exemplare der Jubiläums-Uhr auch einen Besitzer finden. Eine zweites Exemplar ist auch schon vergeben: Schützenhauptmann Friedrich Einecke nahm die Uhr mit der Nummer 75 entgegen und hatte auch schon einen Verwendungszweck im Hinterkopf: Ein sehr guter Schütze soll sie als Preis erhalten. Vor ungefähr sieben Jahren hatte Günter Oppermann schon einmal eine auf 199 Stück limitierte Stadtuhrenserie entworfen. Sie zeigt die Rathausansicht, und es sind noch einige Exemplare zu haben.
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Westerturm wird zwei Monate später eröffnet Vorbereitung für Tourismus-Ausstellung noch nicht abgeschlossen / Minister kommt zu Besuch Duderstadt (sr). Eine Terminverschiebung hat es hinsichtlich der Eröffnung des Westerturm Ensembles gegeben. Waren die Planer bislang davon ausgegangen, dass Turm samt Nebengebäude am 17. Juni eröffnet werden könnten, so wird nunmehr Donnerstag, 12. August, angepeilt. An diesem Tag erwartet man auch den Besuch des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft, Lutz Stratmann. Über sein Ministerium war das Westerturm-Vorhaben maßgeblich gefördert worden. Ebenso gab es aus EU-Mitteln für die Förderung des Tourismus Zuschüsse.
Der eigentliche Grund für die Verschiebung um zwei Monate ist allerdings mehr konzeptioneller Art und Weise. Es geht um die sogenannte Innenrepräsentation des neu geschaffenen gläsernen Baukörpers. Dort soll eine umfassende Ausstellung zum Thema Tourismus in Duderstadt und der Eichsfeld-Region installiert werden. Dafür aber sind noch umfangreiche Vorbereitungen zu treffen und man möchte eine solch wichtige Exposition „nicht mit heißer Nadel„ stricken, wie der Leiter des städtischen Bauamtes, Jens-Otto Erdbrügger unterstrich. Von der baulichen Seite her, hätte die Stadt den ursprünglich angepeilten Termin durchaus halten können. Andererseits ist man aber nicht traurig, dass nun etwas mehr Zeit bleibt. Wie das Westerturm-Ensemble künftig wirken wird, lässt sich jetzt sehr viel deutlichereinschätzen, nachdem gestern das Baugerüstes demontiert wurde. Die Durchfahrt bleibt vorerst gesperrt. Nur die Fronleichnamsprozession darf hindurch.
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Ein erster Einblick Glasdach halb fertig Einen ersten Eindruck vom Aussehen des fertigen Westerturmensembles Können Passanten seit gestern bekommen: Das gläserne Dach ist zur Hälfte montiert, der Rest folgt nächste Woche.
Duderstadt (jw). Wer sich schon immer gefragt hat, wie Stahl, Glas und historischer Sandstein am Westerturm zusammen passen sollen, kann sich davon selbst überzeugen: Der aktuelle Stand der Bauarbeiten erlaubt es, sich eine gute Vorstellung davon zu verschaffen. Hell und luftig ist die Dachschräge aus Glas, die Stahlträger wirken filigran neben den massiven Steinquadern des Turms. Das Dach des Bachmannschen Hauses neben dem Turm sei „fast komplett transparent„, schwärmt Manfred Bause vom städtischen Bauamt.
Lieferschwierigkeiten
Wegen „Lieferschwierigkeiten„ hatte sich das Aufbringen der Dachkonstruktion verzögert. „Es hätte längst drauf sein können„, sagte Bause. Dennoch hofft er, dass die Arbeiten am Turmensemble bis zum 17. Juni wie geplant abgeschlossen werden, „im Wesentlichen„ zumindest. Das Glasdach jedenfalls soll im Laufe der nächsten Woche fertig sein, so Bause. Dann seien auch „die Innenarbeiten möglich„, die nur vor der Witterung geschützt stattfinden könnten. Dazu zähle das Aufbringen von Estrich, Malerarbeiten und Arbeiten an der Deckenverkleidung. Die Glasscheiben sind laut Bause handelsübliches Verbundsicherheitsglas. Im Gegensatz dazu ist die Stahlkonstruktion eine Einzelanfertigung: „Fast jedes Feld hat eine unterschiedliche Größe„, so der Bauamtsmitarbeiter.
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Glashaube wird Ende April fertig Ortstermin am Turm Duderstadt (asg). Bis spätestens Ende April soll die außergewöhnliche Stahl- Glas-Konstruktion auf und am Bachmannschen Haus fertig sein. Das war unter anderem das Fazit des jüngsten Baustellen-Termins gestern am Fuß des Westerturms. Daran beteiligt waren unter anderem die beiden für das Großprojekt zuständigen Architekten Jochen Brandi und Hans Kwoczek, ein Vertreter des Kasseler Planungsbüros Brenker & Gockel, Jens-Otto Erdbrügger und Manfred Bause vom städtischen Bauamt sowie Petra Koch von der Denkmalpflege. „Eigentlich sollte die Stahl- Glas-Konstruktion schon fertig sein, doch Witterung und verspätete Liefertermine haben für eine Verschiebung gesorgt. Darüber hinaus müssen wir für solch ein ungewöhnliches Projekt die Genehmigung der obersten Baubehörde des Landes einholen„,betont Manfred Bause. Die Arbeiten für diese nicht alltägliche Konstruktion hat die Stadt jetzt an eine Spezialfirma aus Dresdenvergeben. „Die Glaskonstruktion wird nur an vier Punkten gehalten, also durch eine punktgelagerte Konstruktion. Das kann nur eine Firma mit Erfahrung auf diesem Gebiet leisten„, berichtet Bause weiter. Parallel dazu sind derzeit Heizungs- und Sanitärfirmen, Fliesenleger und Elektriker am Werk. Wenn alle Arbeiten weiter planmäßig laufen, wird das Turm-Ensemble am 17. Juni feierlich eingeweiht.
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Bachmannsches Haus (fast) im Zeitplan Provisorische Abdeckung statt Dach Am Bachmannschen Haus schreiten die Restaurierungsarbeiten immer weiter voran. Das geht zwar zügig vor sich, aber doch nicht immer ganz so schnell wie geplant. So hatte ursprünglich bis Ende November das Dach fertiggestellt werden sollen. Manfred Bause vom städtischen Bauamt schildert dem Eichsfelder Tageblatt, wie der weitere Zeitplan jetzt aussieht.
Duderstadt (rah). Die schlechte Nachricht zuerst: „Wir sind etwas in Verzug geraten, das Dach konnte noch nicht errichtet werden„, erklärt Bause. Allerdings, so hätten die Architekten ihm versichert, werde das Haus rechtzeitig fertig, um es wie geplant Fronleichnam einweihen zu können.
Schuld am Zeitverlust seien einige Schwierigkeiten bei der Koordination der Arbeiten. Unter den örtlichen Gegebenheiten sei die Planung anspruchsvoll. Also wird jetzt das Bachmannsche Haus erstmal provisorisch abgedeckt, bis dann voraussichtlich im Januar oder Februar die Stahlkonstruktion für das Glasdach errichtet wird. Die provisorische Abdeckung des Hauses berge aber auch Vorteile, meint Bause, weil so eine bessere Austrocknung des Hausinneren gewährleistet sei.
Das Mauerwerk, das derzeit an der Rückwand des Bachmannschen Hauses bis zum Giebel hochgezogen wird, dient als Brandschutzmauer. Sobald die Stahlkonstruktion als Trägerkonstruktion des Glasdaches erstmal fertiggestellt ist, wird der überstehende Teil des „Stockfisch-Giebels„ mit Ziegeln behangen, so dass keine kahle Wand mehr zu sehen ist. Westerturm wird begehbar „Der Westerturm soll bis Januar 2004 zumindest teilweise begehbar werden„, verrät Bause. Die ersten zwei Etagen seien bis dahin fertig ausgebaut. Dabei wird die Ebene direkt über der Durchfahrt als erstes fertiggestellt.
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Gute Geister für den Westerturm Ehepaar Stockfisch unterzeichnet Betreibervertrag mit Stadt Wenn am 23. Juni Bagger und Laster anrücken, um das Bachmannsche Haus neben dem Westerturm einzureißen, dann läutet die Stadt damit auch eine neue Ära ein. Dies besiegelte jetzt das Duderstädter Bäcker-Ehepaar Charlotte und Hans-Joachim Stockfisch per Unterschrift.
Duderstadt (asg). Bis zum 4. Juli wird der Abbruch des alten Hauses voraussichtlich dauern. Ab Mitte August entsteht dann an dieser Stelle ein neues touristisches Zentrum, das laut Planung von Bürgermeister Wolfgang Nolte und seiner Bauamts-Crew um Jens-Otto Erdbrügger und Manfred Bause im ersten Halbjahr 2004 feierlich eingeweiht werden soll. Und bei der Entstehung und dem anschließendem Betrieb dieses Zentrums spielen Charlotte und Hans-Joachim Stockfisch - Inhaber der gleichnamigen Bäckerei unterm Westerturm - eine zentrale Rolle.
Während im zweiten und dritten Obergeschoss des nach dem Brandi-Plänen verwirklichten neuen Hauses ständig wechselnde Ausstellungen und Angebote regionaler Institutionen (Sielmann Stiftung, Bärenpark Worbis, Grenzlandmuseum u.a.) untergebracht werden sollen, wird im Erdgeschoss ein kleines Café gebaut, das die Familie Stockfisch betreiben wird. Und nicht nur das: Auch die informelle Betreuung der Gäste, der Zugang zum Turm sowie der Verkauf der Eintrittskarten wird von Stockfisch übernommen - sozusagen als gute „Westerturm-Geister„. Diese beispielhafte „Kooperation„ zwischen Stadt und Bürger - so Nolte lobend - wurde jetzt per Vertrag festgeschrieben: „Durch vereinbarte Zusammenarbeit muss kein städtischer Angestellter dort eingesetzt werden.„
Mit der Fertigstellung des Turm-Ensembles verwirklicht die Stadt ein langgehegten Wunsch, der unter anderem auch erheblich durch den Einsatz aller Duderstädter Bürger möglich wurde. Von den 1,741 Millionen Euro Sanierungskosten haben die Duderstädter - Einzelpersonen, Vereine und Verbände - immerhin 500 000 Euro - aus eigener Kraft aufgebracht. Bis zur Einzeihung des neuen Kleinods ist es jedoch noch ein langer Weg. Schon die Abrissarbeiten müssen „ganz behutsam„ vorgenommen werden, da nicht nur die Bäckerei Stockfisch unmittelbar nebenan beheimatet ist, sondern mit der Spiegelbrücke 14 auch eines der ältesten Häuser der Stadt natürlich nicht beschädigt werden soll.
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Weg zum Turmgebälk führt durch das Steh-Café Im Mai werden Arbeiten am Westerturm fortgesetzt - Durchfahrt muss erneut gesperrt werden Im kommenden Monat werden die Arbeiten am Westerturm- Komplex wieder aufgenommen. In das Konzept aufgenommen wurde inzwischen auch ein Steh-Café im Erdgeschoss des an den Turm angrenzenden und weitgehend neu zu gestaltenden Bachmannschen Hauses.
Duderstadt (her). Als nächster Schritt soll der Sandstein der Durchfahrt des Westerturms saniert werden, sagt Bauamtsleiter Jens-Otto Erdbrügger. „Bei genauerem Hinsehen sind da deutliche Schäden zu erkennen„, begründet er diesen Bauabschnitt, der erneut zu einer Sperrung der Durchfahrt zwingen werde.
Im Juni soll der teilweise Abbruch des maroden Bachmannschen Hauses beginnen. Danach kann die Sanierung der Stadtmauer beginnen, die quer durch das Gebäude verläuft. Auch erforderliche Reparaturarbeiten an der Ost-Seite des Westerturms werden dann möglich.
Wenn dies alles geschehen ist, startet der Neubau des Bachmannschen Hauses. Großzügige Glasflächen werden dann von der Spiegelbrücke aus den Blick auf einen bisher verdeckten Teil der historischen Stadtmauer freigeben.
Die Stadtmauer hat übrigens nur noch in diesem Bereich ihre ursprüngliche Höhe. Ebenfalls von außen zu sehen wird die Steintreppe zu sehen sein, die zu den Gebäudeinnenteilen gehört, die beim Umbau erhalten bleiben.
Die Einweihung des neuen Bachmannschen Hauses, so Erdbrügger, werde im Jubiläumsjahr 2004 erfolgen. Aus dem jahrelang diskutierten schweren Sanierungsfall im Stadtbild, manche sprechen auch von einem Schandfleck, soll dann eine weitere städtebauliche und touristische Attraktion hervorgegangen sein.
Die Verzögerung der Arbeiten, die eigentlich schon Anfang April hatten fortgesetzt werden sollen, erklärt Erdbrügger unter anderem mit Schwierigkeiten beim Brandschutz. Mit der Fassade aus Glas verbinden sich auch besondere Auflagen. Jetzt aber können noch ausstehenden Bauanträge gestellt werden.
Bei den Absprachen mit der benachbarten Bäckerei Stockfisch hat sich eine zusätzliche Nutzungsvariante weiter entwickelt. So ist an ein Steh-Café im Erdgeschoss gedacht. Hier erhalten Interessenten dann auch Einlass zu den geplanten Ausstellungen oder dem oberen Stockwerk erhalten, von wo ein Blick in das Innere des Westerturms geworfen werden kann. Auch wenn noch nicht sämtliche Details geregelt seien, ist Hans Stockfisch sehr zuversichtlich: „Das machen wir.„
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Gerüstbau am Westerturm wird noch rund zwei Wochen dauern Zimmerer kommen Ende April Duderstadt (asg). Schwere Eisenstangen und Holzbohlen werden derzeit vor dem Westerturm in schwindelnde Höhe gehievt: Zum Teil nur mit Hilfe eines Krans nimmt das Baugerüst an Duderstadts gedrehtem Wahrzeichen Gestalt an, wächst täglich Meter um Meter. Allein der Bau des Gerüstes- statisch gesehen ein kompliziertes Gebilde, da am Westerturm zum Teil starke Windkräfte entstehen- wird noch bis Ende dieses Monats dauern.
„Um den 29.April, so ist es vorerst geplant, werden dann die Zimmerer und Dachdecker anrücken„, betont Manfred Bause vom städtischen Bauamt, der für das „Unternehmen Westerturm„ zuständig ist. „Die Dachdecker werden vorab Teile der Schieferabdeckung herunternehmen und prüfen, ob wirklich der gesamte Schieferbehang ersetzt werden muss„. Entfernt wird in jedem Fall der Schiefer im Bereich der oberen Turmspitze, da die Zimmerer dort ein neue Verschalung anbringen müssen. Parallel dazu werden die Zimmerleute hölzerne Verstärkungen bzw. fehlende statische Elemente einbauen, schadhaftes Holz ersetzen und Kreuze anbringen, um die Windkräfte ins Mauerwerk zu leiten. „Diese Arbeiten werden wahrscheinlich bis Ende September dauern, danach werden die Dachdecker sofort den neuen Thüringer Schiefer draufbringen„, so Bause, der hofft, dass das Wetter Arbeitern und Planern keinen Strich durch die Zeitrechnung macht. Nach Fertigstellung steht- in Verbindung mit dem Umbau des benachbarten Bachmannschen Hause- noch die Sanierung der Sandstein-Treppe im Inneren des Hauses an, damit der Turm für Bürger und Touristen wieder zugänglich gemacht werden kann. Wer fürchtet, die Verdrehung des Turmes würde im Rahmen der Sanierung entfernt, den beruhigt Manfred Bause: „Die Verdrehung bleibt, wir stabilisieren nur den vorhandenen Zustand.
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Gymnasiasten praktizieren Denkmalschutz am Turm Eichsfeld Gymnasium beteiligt sich an bundesweitem Pilotprojekt und stellt Ergebnisse vor „denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule„ lautet ein Pilot-Projekt, an dem bundesweit 25 Schulen mitarbeiten. Auch das Eichsfeld Gymnasium beteiligt sich an dieser Schulkampagne, die 2002 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission ins Leben gerufen wurde. Jetzt trafen sich Schüler und Lehrer von 23 Schulen zum Erfahrungsaustausch in Wörlitz. Dort stellten die Eichsfelder ihr Westerturmprojekt vor.
Duderstadt (asg). „Mit diesem Projekt sollen junge Leute für das Kulturerbe und den Denkmalschutz vor Ort begeistert werden„, betont Oberstudienrat Reinhard Hauff, der am Eichsfeld Gymnasium das Projekt leitet. Die Tagung in Wörlitz (Sachsen-Anhalt) sei von den „denkmal aktiv„-Initiatoren der Deutsche Stiftung Denkmalschutz betreut worden, die außer den Schulteams Experten u.a. vom Kultusministerium Sachsen-Anhalt, von der Arbeitsgemeinschaft Denkmalpflege und die Akademie der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen als fachlicher Planer geladen hatten, berichtet Hauff. Sechs Schulen hatten im Rahmen des Erfahrungsaustausches ihre bisherigen Arbeitsergebnisse ausführlich präsentiert, darunter auch das Eichsfeld Gymnasium.
Hauff hat mit seinen Schülern der Jahrgangstufe 11 die Bearbeitung der Bau-, Funktions- und Sanierungsgeschichte des Turms (Tageblatt berichtete) bereits abgeschlossen. Die Arbeitsgruppe wird sich jetzt mit der bevorstehenden Freilegung der angrenzenden Stadtmauer beschäftigen. Die Projektergebnisse, so Hauff, werden voraussichtlich in eine CD-Rom, eventuell auch in eine Ausstellung einfließen. Hauff lobte die reibungslose Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, besonders der Stadt Duderstadt und dem für das Sanierungsprojekt Westerturm zuständigen Architekten Jochen Brandi.
Besonders von der Qualität der Tagung waren die „denkmal aktiv„-Initiatoren angetan, lobten das Engagement der Schüler und die Begeisterung für den Denkmalschutzgedanken. Die Schüler selbst bewerteten als besonders positiv, dass sie durch „denkmal aktiv„ Gelegenheit zum selbständigen, fächerübergreifenden Arbeiten bekämen, Exkursionen machen könnten, ihre Stadtgeschichte besser kennen lernten und Quellen bearbeiteten, die ihnen sonst nicht zugänglich seien. Insgesamt zeichnete sich aus den Berichten der Projektteams eine große thematische Bandbreite ab: Berührt werden Architektur, Ingenieurbaukunst, Fortifikationsanlagen, Gartenbau, Jüdische Bestattungskultur, Orgelbaukunst und mehr. Auch waren Projekte vertreten, bei denen Schüler aktiv als Maurer und Zimmerer an der Sanierung von Denkmalen mitarbeiten.
Trotz positiver Erfahrungen, fasste Hauff zusammen, hätten die gemeinsamen Diskussionen aber auch die problematischen Aspekte der Projektarbeit gezeigt. Größtes Problem, darin seien sich die Lehrer einig gewesen, sei der Zeitmangel. Vielfach biete der Regelunterricht zu wenig Spielraum, und es fehle an schulbehördlichen Hilfen zur besseren Integration solcher Projekte in den Regelunterricht.
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Kleber hält nur bis 5 Grad plus Frost schränkt Turm-Arbeiten ein Eisiger Frost und Minusgrade haben jetzt entscheidende Auswirklungen auf das Restaurierungsprojekt am Westerturm. Die Arbeiten laufen zur Zeit nur eingeschränkt weiter, der Terminplan wird bei anhaltenden Temperaturen deutlich unter Null über den Haufen geworfen.
Duderstadt (jw). Im aktuellen Stadium der Restauration werden verwitterte Steinpartien des Turmes durch neue Sandsteine ersetzt. Das Herauslösen der zerstörten Steinteile wird durch den Frost nicht behindert: mit elektrischen Schneidewerkzeugen schneiden zwei Handwerker die beschädigten Steinquader wie Butter senkrecht und waagerecht an. Dabei tragen die Arbeiter Mundschutz, um sich vor der enormen Staubentwicklung zu schützen. Anschließend schlagen sie mit Hammer und Meißel Steinsplitter heraus.
Das Problem ist das Einsetzen neuer Steine: „Das geht nur bis fünf Grad plus, sonst hält der Kleber nicht„, sagt Marco Ritschel, örtlicher Bauleiter vom Ingenieurbüro Brenker & Gockel. Die neuen Sandsteine werden mit Kleber auf Expoxid-Harz-Basis befestigt.
„An der Außenfassade sind wir zu 95 Prozent fertig„, so Ritschel, „innen vielleicht zu 30 Prozent.„ Der Abschluss der Steinmetzarbeiten vor Jahresende hänge nun entscheidend von der Witterung ab. Allerdings sollen innen laut Planung nicht alle verwitterten Steine sofort ersetzt werden: „Im Zuge der Umgestaltung des Nachbarhauses werden außerhalb noch Durchbrüche in den Weserturm vorgenommen werden.„
Die neuen Sandsteinquader stammen aus dem Steinbruch Frexen. „Die kommen dem Originalsandstein am nächsten„, so Ritschel. Der ursprüngliche Baustoff stamme aus einem Steinbruch, der heute nicht mehr genutzt werde.
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„Hier waren echte Fachleute am Werk„ Westerturm wieder ohne „Rüstung„
Fast hatte man sich an den Anblick gewöhnt und acht Monate lang präsentiert sich der Westerturm in seiner stählernen Rüstung. Gestern war es soweit: Per Kran und kräftezehrender Handarbeit wurden die schwereren Gerüstteile wieder abgebaut. Doch in knapp zwei Monaten geht es weiter, dann wird das Bachmannsche Haus saniert.
Duderstadt (asg). „Bislang ist die Sanierung des Westerturms hervorragend gelaufen„, freut sich Manfred Bause, beim städtischen Bauamt zuständig für dieses Großprojekt. Unkomplizierter als ursprünglich gedacht seien die einzelnen Arbeitsschritte abgelaufen. „Hier waren wirkliche Fachleute am Werk - von der Planung bis hin zur Ausführung„, kennt Bause auch den Grund. Lediglich aufgrund der Witterung habe es kleinere Verzögerungen gegeben.
Von außen, so Bause, sähe der Turm eigentlich schon fertig aus. Nur die Sandsteinarbeiten müssten noch in der gesamten Höhe der Toröffnung fertiggestellt werden. Priorität hätten jetzt aber die Innenarbeiten. „Um die spätere Zugänglichkeit des Turms zu ermöglichen, müssen die restlichen Sandsteinarbeiten an den Innenwänden sowie die Restaurierung der Deckenbalken und Holzstiegen erledigt werden„.
Parallel dazu wird Ende März/Anfang April die Sanierung bzw. Umbau des Bachmannschen Hauses begonnen. Umgesetzt wird dabei der Entwurf des Architekten Jochen Brandi. Teile des Hauses werden abgerissen, damit werden die Stadtmauer und die steinerne Treppe zum Turmeingang freigelegt. Der dann wieder sichtbaren Stadtmauer soll ein Glaskörper vorgesetzt werden, der gleichzeitig Schutz vor der Witterung bietet sowie den umfassten Raum zum „öffentlichen nutzbaren Gebäude„ macht.
„Oben sollen wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Im unteren Bereich ist ein Café angedacht, da auch Außenbestuhlung möglich wäre„, beschreibt Bause die Pläne der Verwaltung. Auf diese Weise könne dort ein nicht nur für Gäste interessanter Platz entstehen.
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Salzschäden am Sockel und Einschüsse an der Spitze Schiefer-Eindeckung am Westerturm steht vor Abschluss - Steinmetzarbeiten haben begonnen In zwei bis drei Wochen sollen die Dachdeckerarbeiten am Westerturm abgeschlossen sein. Dann wird die gedrehte Dachkonstruktion „entrüstet„ und wieder von einer aufgearbeiteten und vergoldeten Kupferkugel gekrönt werden: Die zuletzt 1977 in Stand gesetzte Kugel wies 21 Einschusslöcher auf.
Duderstadt (ku). Die Einschusslöcher an der Turmspitze geben zwar Rätsel auf, sind den Restauratoren aber allemal eine kuriose Fußnote wert. Wesentlich problematischer ist das Salzgemisch in der Sockelzone, das noch in einigen Jahren Folgearbeiten erforderlich macht. Mörtelanalysen haben ergeben, dass die verträgliche Grenze an Nitraten und Sulfaten um mehr als 100 Prozent überschritten wird. Bezirkskonservatorin Cordula Reulecke regte gestern beim wöchentlichen Ortstermin an, die Tordurchfahrt noch stärker vom Verkehr zu entlasten - auch in Hinsicht auf die Rissbildung im Fundament und die Abgase. Die Stadtverwaltung erwägt, im Bereich des Turmes künftig statt Streusalz nur noch Granulat zu verwenden. Hochzufrieden sind der städtische Westerturm-Beauftragte Manfred Bause und Reulecke mit den bislang geleisteten Arbeiten an dem Vorzeigeprojekt, die im Zeit und Kostenrahmen liegen. Auch die Anwohner hätten sich trotz vereinzelter Kritik sehr kooperativ gezeigt. Im nächsten Jahr soll das so genannte Bachmann’sche Haus (Spiegelbrücke 18) zum Teil abgerissen und nach dem Brandi-Entwurf durch ein transparentes, touristisch nutzbares Ensemble mit Freilegung der Stadtmauer und Zugang zum Turm ersetzt werden. Nach den günstigsten Prognosen wird das Gesamtprojekt frühestens Ende 2003 abgeschlossen werden können, doch dafür sind noch einige Abstimmungsgespräche zu führen und Finanzfragen zu klären. Reibungslos ineinander gegriffen haben die bisher geleisteten Arbeiten, freut sich Architekt Marco Ritschel. Mit Bravour haben die Zimmerleute den schwierigsten Part bewältigt und die verdrehte Dachfläche mit Holzschalungen für die Dachdecker vorbereitet. Da die meisten Schieferplatten gerissen waren, wurde das Dach komplett neu eingedeckt. Dafür wurden rund 13 Tonnen Schiefer benötigt, was mehr als 14 000 Schieferplatten entspricht, teilt Dachdeckermeister Eduard Koch mit. Auch die Steinmetzarbeiten an dem Sandstein-Turm haben bereits begonnen. Dabei soll möglichst viel von der alten Substanz erhalten bleiben. Einige komplett zerstörte Steinteile müssten zwar durch Vierungen ersetzt werden, sagt Steinmetzmeister Lars Romstedt. Sie würden jedoch höchstens fünf Prozent der Gesamtfläche der Turmfassade ausmachen. Neuralgische Punkte sind unter anderem die Turmöffnungen, wo sich Tauben niederlassen können und dem zu Folge der aggressive Taubenkot seine Spuren hinterlassen hat. Zur Restaurierung der Innen- und Außenfassade gehört die Steinverfestigung in absandenden Bereichen ebenso wie die Grundreinigung mit Heißdampf und das Ausarbeiten defekter Fugen. Wo der Kieselsäureesther als Bindemittel herausgewittert ist, wird er mittels Spritzflaschen, Flutverfahren und mit dem Pinsel wieder eingebracht.
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Die Zimmerleute liegen "in den letzten Zügen" Arbeiten am Westerturm gehen planmäßig voran/ Führungen am „Tag des offenen Denkmals„ Die Zimmerleute liegen nach Angaben von Bauamtsleiter Jens-Otto Erdbrügger „in den letzten Zügen„, und die Dachdecker werden in den kommenden Wochen anrücken: Die Arbeiten am Westerturm gehen zügig voran.
Duderstadt (asg). „Obwohl der Sommer wettermäßig den Bauarbeitern nicht gerade ideale Bedingungen bot, liegen wir voll im Zeitplan„ freut sich Bauamts-Chef Jens-Otto Erdbügger. Zurzeit bringen die Zimmerleute noch Teile der Schalung bis zur Traufe herunter auf. Der größte Teil des Turmdaches ist bereits mit Brettern verkleidet, was auch aus statischen Gründen notwendig ist. „Das brauchen wir zur Versteifung„, betont Erdbrügger.
Spätestens am 15.September sollen laut Plan die Dachdecker anrücken. Das klappt auch, wahrscheinlich werden die Mitarbeiter der Duderstädter Firma Koch sogar schon in der kommenden Woche mit den Schieferarbeiten beginnen. Einige von ihnen kennen ihren nicht ganz alltäglichen Arbeitsort am Duderstädter Wahrzeichen schon, den stellenweise wurde durch die Firma die Schalung bereits mit Dachpappe versehen. Rund vier bis sechs Wochen haben Stadt uns Dachdecker-Firma für die Schieferarbeiten eingeplant. Schließlich wird jede Schieferplatte von Hand in Form gehauen, mit zwei Löchern versehen und festgenagelt. „Dabei muss sehr vorsichtig gearbeitet werden, denn Schiefer splittert schnell„, so Erdbrügger. Beim „Tag des offenen Denkmals„ am kommenden Sonntag, 8.September, können Gäste einen genaueren Blick auf den Turm werfen: Die Stadt bietet Führungen um 15, 15.30, 16 und 16.30 Uhr durch Jens-Otto Erdbrügger an. Außerdem wird die Dachdecker-Firma vor dem Turm die traditionelle Verarbeitung des Schiefers vorstellen.
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Trotz Dauerregen und starken Winden liegen die Arbeiten am Westerturm voll im Zeitplan „Da oben ist das Wetter eben ganz anders„ Dauerregen und Windböen machen den Handwerkern, die zur Zeit den Westerturm restaurieren, das Leben richtig schwer. Doch die Zimmerleute sind hart im Nehmen, trotz der widrigen Bedingungen haben sie bislang den Zeitplan voll eingehalten.
Duderstadt (asg). „Trotz Regen und Sturmwarnung ging es bislang gut voran. Lediglich in der vergangenen Woche mussten wir zum ersten Mal wegen des Wetters eine zweitägige Zwangspause einlegen„, betont Manfred Bause, „Westerturm-Beauftragter„ beim Duderstädter Bauamt. Da der Regen in Höhe des Westerturm-Helmes waagerecht prasselte und starke Wind-Verwirbelungen Turm und Gerüst zum Schwanken brächten, so Bause, sei von den Bauarbeitern höchste Konzentration gefordert: „Gott sei Dank setzten die Winde immer erst zum Feierabend ein. Aber da oben ist das Wetter eben ganz anders„.
Wenn auch weiterhin alles gut geht, sind die Zimmerarbeiten Anfang September beendet, Dann können die Dachdecker anrücken. „Eigentlich war das Eindecken der Turmspitze erst für Anfang Oktober geplant. Demnach haben wir also fast einen Monat gut„, freut sich Bause. Bislang haben die Zimmerleute im Bereich des Turm-Helmes beschädigtes Holz ausgetauscht und Versteifungen eingebaut. „Waagerecht werden Kränze eingelegt, und am Übergang von Turmdach zum Mauerwerk sollen Edelstahl-Kreuze- sie sehen ähnlich wie die Andreas-Kreuze an Bahnübergängen aus- für mehr Stabilität sorgen. Sie, erläutert Bause weiter, sollen die Holzfelder aussteifen und die starken Windkräfte ins Mauerwerk leiten. Den Abschluss der Zimmer-Arbeiten bildet das Aufbringen der Dachpappe sowie der Diagonal-Schalung. Und dann können endlich die Dachdecker anrücken.
Nicht nur liegt die Restaurierung des Westerturms im Zeitplan, auch finanziell wird der Rahmen bislang eingehalten- besonders erfreulich für das gebeutelte Stadtsäckel.
„Wenn wir das Sandstein-Mauerwerk erreichen, dann müssen wir erst mal genau schauen, was davon in welchem Maße restauriert werden muss. Über den Umfang dieser Arbeiten entscheidet aber dann der kritische Blick in den städtischen Haushalt„, hofft Bause auf möglichst geringe Schäden.
Allerdings weiß er schon jetzt: „ Wo der Helm aufs Mauerwerk trifft, da muss in jedem Fall etwas am Sandstein getan werden.„
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Einnahmequelle für die Sanierung 48-Quadratmeter-Plakat wirbt am Westerturm Der Westerturm ist seit gestern Werbeträger und Einnahmequelle für die Stadt. Auf der Ostseite des Wahrzeichens prangt für Wochen ein vier mal zwölf Meter großes Riesen-Plakat. Der Duderstädter Rabattverein hat damit eine Reihe von Geburtstagsaktionen im Juli zum einjährigen Bestehen der DuderstadtCard eingeläutet.
Duderstadt (fra.) Normalerweise ist es das Geburtskind, das zu seinem Ehrentag die Geschenke bekommt. Bei der DuderstadtCard geht es jedoch anders herum: Zum einjährigen Bestehen der Duderstädter Bonus-Karte kleidet der Trägerverein der Karte nicht nur den Westerturm ein, sondern verschenkt vier Wochen lang zusätzliche Bonuspunkte und verlost auch noch wertvolle Preise.
Geld für den Turm
Um kurz vor elf Uhr ging es gestern morgen los: Bauleiter Hans-Josef Vieth fuhr gemeinsam mit Ralf Halbhuber von der Heiligenstädte Agentur „studio 1„, die auch das riesige Plakat gestaltet hat, und zwei Mitarbeitern das Baugerüst hinauf. Gemeinsam befestigen sie dann in etwa 21 Meter Höhe das Plakat an dem Baugerüst. Für Vieth keine neue Aufgabe: Er hat bereits die Türme der Johannis Kirche in Göttingen mit ähnlichen Transparenten verkleidet.
Überwacht wurde die Arbeit von Manfred Bause, der für das Bauamt der Stadt für den Hochbau und somit auch für den Westerturm zuständig ist. Das Banner , bestätigte Bause, sei sicher angebracht, und auch das Gerüst würde durch den Wind nicht gefährdet, da der Stoff des Plakates 25 Prozent luftdurchlässig sei.
Von der- bisher einmaligen- Anbringung des Geburtstags-Plakates profitiert auch die Stadt: Die Einnahme wird für den Erhalt des Westerturmes verwendet. Das Beispiel könnte Schule machen. Nach Angaben von Manfred Bause wolle die Stadt nach den vier Wochen auch anderen Interessenten ermöglichen, am Westerturm zu werben.
Geschenke für die Kunden
Nicht nur für die Stadt zahlt sich der Geburtstg der Bonus-Karte aus, sondern erst recht für alle Inhaber der DuderstadtCard: Jeder erreichbare Haushalt in Duderstadt und seinen Ortsteilen erhält heute einen Flyer mit vier Geburtstags-Coupons, für jede Juli-Woche einen.
Bei einem Einkauf in einem der teilnehmenden Geschäfte erhält der Inhaber der DuderstatCard ab einer Einkaufssumme von 20 Euro 400 Bonuspunkte zusätzlich zu seinem DuderstadtCard-Rabatt. Mit dem Namen und Händlerstempel versehen, nimmt der Gutschein dann noch an einer von vier Wochenverlosungen und einer Endverlosung teil. Den Gewinnern winken wertvolle Preise, etwas DVD-Player oder Fernseher. Die Glückspilze werden dann im Tageblatt bekannt gegeben.
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Hoher Einsatz der Dachdecker Nach Gerüstbau: Schieferplatten vom Helm des Westerturms werden entfernt Dicke Eisenstangen und Holzbohlen verhüllen derzeit den Duderstädter Westerturm. Durch die eiserne Verkleidung schimmern an einigen Stellen noch Stücke des Mauerwerks und einzelne dunkle Schieferplatten hindurch. Nur bei genauerem Hinschauen fallen die sich in Schwindelerregenden Höhen bewegenden Gestalten ins Auge - durch die Entfernung wirken sie am gedrehten Helm des Turmes fast zwergenhaft klein. Doch was geht da eigentlich in 50 Metern Höhe über dem Erdboden an Duderstadts Wahrzeichen vor sich?
Duderstadt (Christina Sandler). Nachdem der Westerturm komplett bis zur obersten Spitze eingerüstet ist, kann jetzt die erste Phase der Sanierung beginnen: in diesen Tagen rücken die Dachdecker an. Sobald die Wetterfahne sorgfältig abmontiert und verstaut ist, entkleiden sie den Helm systematisch seines schützenden Schiefermantels. Von der Spitze arbeiten sie sich langsam nach unten vor, indem sie mit einem Eisen oder ihrem spitzen Schieferhammer unter die einzelnen Platten greifen und sie von der darunter liegenden Holzverschalung abreißen. „Mit dem Abbruch sind wir in drei bis vier Tagen fertig", schätzt Eduard Koch senior,Inhaber der gleichnamigen Duderstädter Bedachungsfirma. Dass dabei viele Platten zu Bruch gingen, ließe sich nicht vermeiden. Es sei unmöglich, die Nägel - mit denen der Schiefer befestigt ist - einzeln herauszuziehen. Geschützt wird der „nackte„ Turm in der Zwischenzeit durch die Dachpappe, die nur etappenweise entfernt werden soll.
Obwohl sich die Dachdecker in luftigen Höhen von 25 bis 53 Metern bewegen, brauchen sie sich um ihre Sicherheit nicht zu sorgen. „Am Standgerüst befindet sich ein Rückenschutz - das ist so, als würde man auf dem Fußboden stehen", erklärt Koch. Früher sei das anders gewesen, als die Dachdecker in einem Fahrstuhl am Turm hoch gezogen wurden und nur auf einem Brett sitzend an die Arbeit gingen. Ein kräftiger Windstoß habe sie schon mal rund um den Turm schwanken lassen. „Höhenangst darf man als Dachdecker natürlich nicht haben„, lacht Koch. Auch vorbeikommende Fußgänger brauchen sich nicht vor fallenden Schieferstücken zu fürchten, denn diese werden über einen Aufzug oder eine Schuttrutsche wieder sicher auf den Boden befördert. Dass der stadtbildprägende Turm überhaupt abgedeckt werden muss, schmerzt Bauamtsleiter Jens-Otto Erdbrügger aufgrund der eigentlich unnötigen Kosten. Die Platten seien erst seit rund 35 Jahren auf dem Dach und müssten unter normalen Umständen erst in weiteren 40 Jahren erneuert werden. Und die Zeit, in der man dem Dachdecker einen Gulden Lohn für sieben Tage Arbeit zahlte - wie bei der Errichtung der Turmspitze 1433 - gehört leider der fernen Vergangenheit an. Nicht nur der Schiefer selbst sei teuer, sondern auch die Deckung sehr lohnintensiv, weißKoch. Insgesamt koste eine Schieferdeckung rund das Vierfache eines normalen Ziegeldaches. Deshalb hatte man im Vorfeld mit Hilfe zahlreicher Fachleuten eingehend geprüft, ob der Turm nicht auch von innen saniert und somit eine neue Deckung vermieden werden könne. „Der Turm wird immer enger, je höher man kommt„, erklärt Erdbrügger. Einige schadhafte Stellen seien deshalb nur von außen zu erreichen. „Der Schiefer muss leider runter und der größte Teil wird dabei kaputt gehen„, bedauert der Bauamtsleiter. Läuft alles nach Plan und spielt die Witterung mit, werden die Zimmerleute ihre Arbeiten im Oktober beendet haben. Ihre Aufgabe ist, die Holzkonstruktion im Inneren des Turmes zu stabilisieren und teilweise zu erneuern. Das bedeutet beispielsweise, im Bereich der Spitze eine neue Verschalung anzubringen, das durch Tauben, Regen und den Holzwurm angegriffene Holz zu ersetzen sowie fehlende statische Elemente einzubauen. Erst dann können sich die Dachdecker der nächsten Herausforderung stellen - den 350 Quadratmeter großen Helm einzudecken. „Voraussetzung ist ein glatter Untergrund und eine gesunde, nicht federnde Schalung„, erklärt Koch. Die Drehung des Turms spiele dabei keine Rolle. Beim Eindecken arbeiten sich die Dachdecker langsam in altdeutscher Deckungsart von unten nach oben vor. Beginnend mit den größten Platten - rund 30 bis 35 Zentimeter groß - verwenden sie mit steigender Höhe immer kleinere Platten. „Jeder Schieferstein wird mit drei Nägeln an der Schalung befestigt„, erläutert Koch. Bei rund 11000 Platten eine langwierige Arbeit - so rechnet der Seniorchef damit, dass die Deckung erst nach ungefähr fünf oder sechs Wochen abgeschlossen sein werde. Dabei spiele natürlich auch die Witterung eine bedeutende Rolle. Dachdecker gingen auch im Oktober ohne Handschuhe ans Werk, um die Nägel besser greifen und halten zu können. „Da können einem die Finger schon ganz schön klamm werden„, weiß Koch aus Erfahrung. Aber mit dem Aufnageln der einzelnen Platten allein ist es noch nicht getan. Alle zum Rand auslaufenden Schiefersteine müssen vor Ort von den Dachdeckern behauen werden. Dazu legen sie den Rohschiefer auf die so genannte Haubrücke und schlagen ihn mit dem Schieferhammer in die passende Form - ohne jegliche Vorlage. „Das geht einfach aus der Hand heraus - mit Auge und Geschicklichkeit„, erklärt Koch.
Neu eingekleidet wird der Westerturm mit Thüringer Schiefer aus der Grube Schmiedebach. Laut Bauamt-Fachdienstleiter für Hochbau- und Gebäudewirtschaft Manfred Bause der „ideale Schiefer„ für das Wahrzeichen der Brehmestadt. Zum einen passe die tief dunkelblaue, fast schwarz erscheinende Farbe gut ins Stadtbild, zum anderen zeichne sich der Schiefer durch einen hohen Ölanteil aus und werde nicht so schnell spröde. „Es ist wichtig, dass der Schiefer keine Kalkeinschlüsse hat„, meint auch Koch. Der Kalk nehme Feuchtigkeit auf, die die Platten im Winter kaputt sprenge. Der Thüringer Schiefer, auch das blaue Gold genannt, ist vor rund 330 Millionen Jahren durch die Sedimentation sehr feinkörniger Tone in einem Stillwasserbecken entstanden. Diese so genannten Pelite wurden durch eine mehrere tausend Meter dicke Schicht von grobkörnigem Material überlagert. Durch die spätere Auffaltung des Variszischen Gebirges entstand durch hohen Druck und Temperatur der Tonschiefer. In Schmiedebach wird der Schiefer in großen Blöcken aus der Grube herausgesprengt und später entlang der durch Mineraleinlagerung entstandenen Spaltlinien im Gestein auf eine Stärke von rund 2,5 Millimetern gebracht. Mit Hilfe von Maschinen werden die dünnen Platten auf die verschiedenen Grundgrößen zugeschnitten und auf Abruf pro Doppelzentner verkauft.
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Kein Werk des Teufels Duderstadt (Christina Sandler). Des Teufels Werk oder doch nur ein einfacher Konstruktionsfehler? - Der Sage nach wird die Drehung des Turmes auf eine nicht geölte Wetterfahne und den Teufel zurückgeführt, der die Duderstädter Männer zum Trinken verführt hatte. Auf der Flucht vor den beherzten Ehefrauen wollte er sich am Turmknauf festhalten und riss im Schwung die Spitze mit herum. Inzwischen ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Drehung auf einen Konstruktionsfehler zurückgeht: Der Turm war am 14. April 1421 abgebrannt und in den folgenden Jahren neu aufgebaut worden - natürlich ohne die Hilfe von Computern und Taschenrechnern. „Statik war damals Erfahrungssache„, erklärt Bauamtsleiter Jens-Otto Erdbrügger. Man habe versäumt, stabilisierende Kreuze und Verbände einzubauen. Über Jahrhunderte hatte der Wind den Turm so verdrehen könne, wie er sich heute präsentiert. „Der Helm bewegt sich immer noch, und es besteht akuter Handlungsbedarf„, sagt der Leiter des Bauamtes. Deshalb werden jetzt die nötigen Stabilisierungen nachträglich vorgenommen. „Wir wollen die Sanierung nach heutiger Erkenntnis richtig machen und hoffen, dass die Konstruktion lange Zeit hält.„ Und wer sich um das äußere Erscheinungsbild des Duderstädter Wahrzeichens sorgt, kann beruhigt sein: „Der Turm wird nicht zurückgedreht„, versichert Erdbrügger.
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Geschichte der Turm-Sanierungen Duderstadt (Christina Sandler). Das „Sorgenkind„ Westerturm erregt nicht erst seit gestern die Gemüter. Schutzlos den Einflüssen der Witterung und Launen der Natur ausgesetzt, gab es auch in früheren Jahrhunderten immer wieder Anlass, Sanierungsentwürfe zu erstellen. Doch das leere Stadtsäckel machte schon damals vielen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Eine erste Sanierung stand schon 1625 an, als ein Blitz in die Spitze des Turms eingeschlagen war und sogar zwei Menschen von dem herabfallenden Dach getötet worden waren. Knapp 100 Jahre später die nächste Katastrophe: Bei einem 1730 im Scheunenviertel ausgebrochenen Brand griffen die Flammen auch auf den Turm über, dessen Spitze vollständig abbrannte. Die Reparaturen zogen sich über vier Jahre hin und verursachten der Kämmerei erhebliche Kosten. Als dann der Dachaufseher Christian Hackethal 1787 den Rat auf den desolaten Zustand des Turmes aufmerksam machte, veranlasste die Stadt aufgrund ihrer angespannten finanziellen Situation erst 1819 die notwendigsten Ausbesserungen. Auch 1868 kam ein Bauaufseher nach eingehender Untersuchung des Turms zudem Ergebnis, dass eine umfassende Reparatur im oberen Teil des Mauerwerks und im Dach erforderlich sei, um die Stabilität des Turms zu gewährleisten. Wieder beließ es der Rat bei einer substanzschonenden Reparatur. An dieser Vorgehensweise hielt die Stadt auch 1874 fest, als am Abend des 29. Juli erneut ein Blitz das Schieferdach und einen Teil des inneren Holzwerks zertrümmerte. Obwohl auch in der heutigen Zeit über leere Kassen geklagt wird, ist zumindest die Finanzierung der Turmsanierung gesichert. Die Gesamtkosten von rund 900 000 Euro werden von der Denkmalpflege des Landes Niedersachsen, der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, der niedersächsischen Lotto-Stiftung, der VGH, dem Landkreis Göttingen, den Volksbanken und Raiffeisenkassen, über Eigenmittel und über das Job-Aktiv-Gesetz des Arbeitsamtes getragen. Auch die Duderstädter selbst haben kräftig für die Sanierung „ihres„ Turmes gesammelt. Neben einzelnen Privatpersonen, Ortsrat, dem Förderkreis für Stadtbildund Denkmalpflege haben sich nach Angaben von Bürgermeister Wolfgang Nolte auch zahlreiche Vereine und Verbände, wie die Pfadfinder, mit Spendenaktionen beteiligt. „Ein Duderstädter Bürger hat jedoch auf ganz besondere Weise die Sanierung überhaupt erst ermöglicht, indem er die Übernahme des städtischen Anteils garantiert hat„, freut sich Bürgermeister Wolfgang Nolte. Im kommenden Jahr soll der Zugang zum Turm über das neben dem Westertor gelegene Bachmannsche Haus hergerichtet werden. Sobald eine zweite Treppe zum Turm gebaut sei, könne der untere Bereich nach Angaben von Erdbrügger frei zugänglich und der obere Bereich des Turms für Führungen.
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„Das Herz der Bürger schlägt für ihren Turm„ Finanzierung für ersten Bauabschnitt steht Duderstadt (vel). Die Finanzierung für den ersten Bauabschnitt am Westerturm ist weitgehend gesichert. Bürgermeister Wolfgang Nolte bestätigte gestern, dass die Stadt für die notwendige Sanierungsmaßnahme so gut wie keinen Euro dazulegen müsse. Am Montag soll die Arbeit der Zimmerleute beginnen.
944 000 Euro, das sind die Kosten für den ersten Bauabschnitt am Westerturm, der Ende 2002 abgeschlossen sein soll. Neben der Reparatur des Turmhelmes stehen die Sanierung der Sandsteintreppe und eines Teils der Stadtmauer an. Wände werden herausgerissen und durch Glas ersetzt, so dass der Blick frei wird auf das Innere des Gebäudes.
Über den Stand der Bauarbeiten haben sich gestern Vertreter der Stadt sowie Ministerialrat Hans-Günter Nagel vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Oberkonservatorin der Bezirksregierung Braunschweig Cordula Reulecke und Denkmalpfleger vor Ort informiert. Mit Rathaus und Westerturm würden „beide Kummerkinder einer der wichtigsten Fachwerkstädte Niedersachsens vor weiteren Schäden bewahrt„, erklärte die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Christiane Segers-Klocke.
In einem zweiten Bauabschnitt soll das Bachmann’sche Haus bis Ende 2003 saniert werden. Die Finanzierung dafür, rund 800 000 Euro, steht noch nicht. Er hoffe auf Landes- und EU-Mittel und weitere Unterstützung, so Nolte.
Dass die Gelder für den ersten Abschnitt zusammen gekommen seien, mache deutlich, „dass das Herz der Bürger für ihren Turm schlägt„, sagte Nolte. Neben Landesmitteln und Geldern von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, von der Niedersächsischen Lottostelle und dem Landkreis Göttingen kommen Mittel aus Stiftungen, vom Förderkreis aber auch von Bürgern, Verbänden und Vereinen.
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Gerüstbauer verankern freihängende Träger für die Westerturm-Seiten „Da oben fahren nämlich keine Autos„ Ein geradezu atemberaubendes Schauspiel bot sich den Schaulustigen, die gestern nachmittag mehr oder minder zufällig im Bereich des Westerturms unterwegs waren. Mit Hilfe eines gewaltigen 80-Tonnen-Krans wurden die beiden freihängenden Gerüstträger an der West-und Ost-Seite des Turmes in mehr als 30 Meter Höhe befestigt.
Duderstadt (asg). Schon am Vormittag blieben die Fußgänger immer wieder stehen. Ein Kleinerer Kran hatte gebracht. „Vier Meter breit und vier Tonnen schwer ist dieser Aufzug„, berichtet der Chef der Gerüst-Bau Firma, Bernhard Menke, der mit der Arbeit seiner Kolonne mehr als zufrieden ist: „Wir liegen voll im Zeitplan.„
Spannend wurde es dann gegen 16 Uhr. Der 80-Tonnen-Kran „kroch„ langsam vor den Westerturm, der 48-Meter-Arm wurde auf volle Länge ausgeschoben. „Diese Spannweite brauchen wir hier„, so Menke. Auf dem Pflaster vor dem Westerturm standen bereits die beiden Gerüstträger für Ost- und West-Seite des Westerturmes bereit. Mit schweren Ketten wurden sie am Arm des Kranes befestigt, dann ging es langsam und vorsichtig gen Turmdach.
„Gott sei dank ist es windstill, da ist die Gefahr, das der Träger an umliegende Gebäude stößt, klein„, freute sich Gerüstbauer Hans-Josef Vieth aus Höxter, der per Führungsseil und Handzeichen die Träger vom Boden aus dirigierte. Seit 30 Jahren baut er bereits Gerüste für die Firma Menke auf: „Mehr als 1300 Türme aller Art haben wir schon eingerüstet, und der Westerturm ist dabei bestimmt nicht der höchste.„ „Spannend wird es, wenn der Träger an Ort und Stelle in der Luft hängt. Dann zeigt sich, ob oben passt, was unten zusammengebaut wurde„, betonte Menke, dem die Anspannung ins Gesicht geschrieben stand. Und es passte- haargenau. Ungläubiges Staunen und Kopfschütteln gab es, als die Gerüstbauer in schwindelerregender Höhe auf den Trägern hin- und her kletterten. „Die gehen da oben sicherer, als wir hier unten. Da oben fahren nämlich keine Autos„, schmunzelte Menke.
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Zimmerer kommen Ende April Gerüstbau am Westerturm wird noch rund zwei Wochen dauern Duderstadt (asg). Schwere Eisenstangen und Holzbohlen werden derzeit vor dem Westerturm in schwindelnde Höhen gehievt: Zum Teil nur mit Hilfe eines Krans nimmt das Baugerüst an Duderstadts gedrehtem Wahrzeichen Gestalt an, wächst täglich Meter um Meter. Allein der Bau des Gerüstes - statisch gesehen ein kompliziertes Gebilde, da am Westerturm zum Teil starke Windkräfte entstehen - wird noch bis Ende dieses Monats dauern. „Um den 29. April, so ist vorerst geplant, werden dann die Zimmerer und Dachdecker anrücken„, betont Manfred Bause vom städtischen Bauamt, der für das „Unternehmen Westerturm„ zuständig ist. „Die Dachdecker werden vorab Teile der Schieferabdeckung herunternehmen und prüfen, ob wirklich der gesamte Schieferbehang ersetzt werden muss„. Entfernt wird in jedem Fall der Schiefer im Bereich der oberen Turmspitze, da die Zimmerer dort eine neue Verschalung anbringen müssen. Parallel dazu werden die Zimmerleute hölzerne Verstärkungen bzw. fehlende statische Elemente einbauen, schadhaftes Holz ersetzen und Kreuze anbringen, um die Windkräfte ins Mauerwerk zu leiten. „Diese Arbeiten werden wahrscheinlich bis Ende September dauern, danach werden die Dachdecker sofort den neuen Thüringer Schiefer draufbringen„, so Bause, der hofft, dass das Wetter Arbeitern und Planern keinen Strich durch die Zeitrechnung macht. Nach Fertigstellung steht - in Verbindung mit dem Umbau des benachbarten Bachmannschen Hauses - noch die Sanierung der Sandstein-Treppe im Inneren des Hauses an, damit der Turm für Bürger und Touristen wieder zugänglich gemacht werden kann. Wer fürchtet, die Verdrehung des Turmes würde im Rahmen der Sanierung entfernt, den beruhigt Manfred Bause: „Die Verdrehung bleibt, wir stabilisieren nur den vorhandenen Zustand.„
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Gerüstbau fordert Experten heraus Aufbau dauert bis Mai Duderstadt (jw). Die Vorarbeiten zur Restaurierung des Westerturms haben begonnen, das Gerüst nimmt langsam Gestalt an. Vier Arbeiter stellten gestern zu beiden Seiten des Turmes mit Stahlträgern und Planken erste Teile auf.
„Der Gerüstbau am Westerturm ist eine besondere Herausforderung„, sagte Hans-Joseph Vith, Bauleiter der Göttinger Gerüstbau-Firma Menke GmbH. „Knapp 1000 Gerüste haben wir schon gebaut„, so Vith, seit über 30 Jahren mache er das schon. Unter anderem habe die Firma an der Duderstädter Oberkirche und der Göttinger Johanniskirche gearbeitet. Das Unternehmen habe zwar Erfahrungen im Umgang mit hohen historischen Türmen. Aber beim Westerturm gäbe es „mehr Schwierigkeiten„ als üblich, sagte der Bauleiter. Hauptschwierigkeiten seien, dass der Turm an zwei Seiten bebaut ist und dass die Durchfahrt zeitweise möglich bleiben soll. Die Dächer der Nachbarhäuser müssen frei überbaut werden, da das Gerüst nicht auf ihnen ruhen dürfe. Das komplette Gerüst um den 53 Meter hohen Turm werde auf nur vier relativ kleinen Stützfundamenten neben der Durchfahrt ruhen. Manfred Bause vom städtischen Bauamt, der den Beginn der Arbeiten begutachtete, räumte ein: „Wir wollten die Zufahrt ermöglichen, sonst wäre vieles einfacher.„
Per Lift auf 30 Meter Der Aufbau des Gerüsts soll sich über den ganzen Monat April hinziehen. „Für den 2. Mai ist die Übergabe geplant„, so Vith. Dann werde ein Statiker die Sicherheit überprüfen, bevor eine Dachdecker- und eine Zimmereifirma mit der Restauration beginnen könnten. Die Arbeiter sollen dann per Lift an ihren Einsatzort gelangen. Um ein Besteigen zu verhindern, soll das Gerüst abgesichert werden. „Wohl durch einen hohen Bretterzaun„, so Bause.
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Anwohner befürchten Kundenschwund und Lieferprobleme- Bauamt wirbt um Verständnis Westerturm: Ab 15.April wird das Gerüst gebaut Schwierige Monate kommen auf die Anwohner rund um den Westerturm zu: Am 15.April rückt die erste Baufirma an, um Duderstadts Wahrzeichen einzurüsten. Die Sanierung beginnt und Anwohner vor erhebliche Probleme. Die dort ansässigen Geschäftsleute befürchten Kundenschwund und Umsatzeinbußen.
Duderstadt (asg). Rund 20 Anlieger- Gastronomen und Einzelhändler- ließen sich von Duderstadts Baudirektor Jens Otto Erdbrügger über Zeitplan und Umfang der Westerturm-Sanierung informieren. Am 15.April rückt erst einmal die Gerüstbau-Firma an, um den Westerturm einzurüsten. Rund 14 Tage werden allein diese Arbeiten dauern, da- auch aufgrund der Windverhältnisse und des Umfeldes- ein besonders standsicheres Gerüst um den Turm herumgebaut werden muss. In dieser Zeit muss die Turm-Durchfahrt schon aus Sicherheitsgründen für den gesamten Auto- und Fußgängerverkehr gesperrt werden. Während der Bauphase, die mit Rücksicht auf zu erwartende Witterungsverhältnisse spätestens Ende Dezember beendet sein müsste, wolle die Stadt, so Erdbrügger, die Durchfahrt durch den Westerturm zumindest zeitweise ermöglichen. Fußgänger könnten den Bereich- wenn das Gerüst erst einmal steht- den Turm beidseitig in einer Art Tunnel jederzeit passieren.
Komplett als Lagerfläche gebraucht wird allerdings der Raum vor dem Keglerheim und der Turmstube. Damit fällt auch die Möglichkeit der Außenbestuhlung für die dort ansässigen Gastronomen und die Turm-Bäckerei Stockfisch in puncto Anlieferung, denn auch Hinter der Mauer müssen die benachbarten Bereiche abgesperrt werden. Zudem befürchten die Betriebsinhaber einen erheblichen Kundenschwund: „Fußgänger werden diesen Bereich lange Zeit meiden.„ Baudirektor Erdbrügger zeigte uneingeschränktes Verständnis für die Sorgen der Anwohner, versprach die rückhaltlose Unterstützung von Seiten der Stadt: „Wir wissen, dass eine Baumaßnahme dieser Größenordnung nicht ohne Behinderungen ablaufen kann. Aber wir wollen unbedingt den ständigen Dialog mit den Anliegern, um Probleme schnell und unbürokratisch zu lösen. Beschwerden richten sie bitte jederzeit an das örtliche Bauamt.„
Auf Bitten der Anlieger sicherte Erdbrügger ihnen zu, sie über eventuelle Voll-Sperrungen rechtzeitig zu informieren: Während der Bauarbeiten werden auch die RBB-Busse den Westerturm meiden: Die Haltestelle an der Unterkirche vor dem Plus-Markt wird nicht angefahren, stattdessen werden die Busse den ZOB ansteuern. Erhalten bleibt aber die Haltestelle an der Südseite der Unterkirche, da diese aus Richtung Rathaus angefahren wird.
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Stadtverwaltung lädt ein Bürger-Info „Westerturm„ Duderstadt (asg). Die Sanierung des Westerturmes ist Thema einer Informationsveranstaltung, zu der die Stadt Duderstadt alle interessierten Bürger einlädt. Termin ist am kommenden Donnerstag, 21. Februar, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Stadthauses.
Die Veranstaltung soll den betroffenen Anwohnern und Geschäftsleuten der Westertorstraße, der Hinterstraße und der Straßen „Hinter der Mauer„ und „Auf der Spiegelbrücke„ die Möglichkeit zu geben, die im Rahmen der Sanierung eventuell auftretenden Fragen und Probleme bereits im Vorfeld anzusprechen. Die Sanierung wird Ende April beginnen und voraussichtlich bis November diesen Jahres dauern. Für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen in dieser Zeit bittet Bürgermeister Wolfgang Nolte bereits jetzt um Verständnis.
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Pfadfinder sammeln für den Westerturm Känguru Taggi beschenkt malende Kinder Die Pfadfinder des Stammes St.Cyriacus wollen zum Erhalt des Westerturms beitragen. In vier Aktionen sammeln sie Geld für die Sanierung. Ein Auftakt bildete am Sonnabend ein Kinderfest, bei dem Tageblatt -Känguru Taggi der unbestrittene Star war.
Duderstadt (art). Liegt Duderstadt plötzlich in Australien? Das fragten sich am Sonnabendvormittag viele Passanten in der Marktstraße. Schließlich hoppelte ein Känguru über die belebte Einkaufsmeile. Ziel war der Platz vor der Oberkirche. Dort zeigten junge Eichsfelder ihr kreatives Talent. In einer Jurte saßen sie an Tischen und malten den Westerturm - mal leuchtend-bunt und mal mit dezenten Bleistiftstrichen. „Wir haben in der Schule gehört, dass da mal ein Teufel drin gewohnt hat„, erzählt die elfjährige Judith Stöber, während sie das Bauwerk mit viel Liebe zum Detail zeichnet. „Irgendwie sieht der Turm ein bisschen gruselig aus„, findet ihre Schwester Ulrike, die den Turm kunstvoll auf Papier verewigt. Wer Taggi ein Bild brachte, erhielt als Lohn eine Süßigkeit oder eine andere Überraschung. Die besten Bilder werden demnächst im Tageblatt veröffentlicht. Das Organisationsteam um Thomas Preis, Sven Ehrhardt und Ilon Bickel freute sich, dass auch andere Stationen - von der Hüpfburg bis zum Dosenwerfen - viel Resonanz fanden. Für Heiterkeit sorgte das Schokoladenspiel. Teilnehmer mussten ein Zehn-Pfennig-Stück so auf eine Schokoladentafel werfen, dass es nicht herunterfiel. Wer dies schaffte, hatte die Schokolade gewonnen, wer nicht, hatte das Geld für die Sanierung des Westerturms gespendet.
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Unbekannter spendet 5000 Mark für den Westerturm Stadt dankt anonymem Spender - Ausschuss berät über Neugestaltung des Umfeldes Rathaus, Westerturm, Christus-König-Kreuz - an Restaurierungsvorhaben ist die Stadt Duderstadt wirklich nicht arm. Wohl aber an Geld und so ist die Suche nach Zuschussgebern, Fördern und Spendern derzeit eine der vordringlichen Aufgaben von Rat und Verwaltung. Erfreulicherweise gibt es sie sogar, die Spender.
Duderstadt (sr). Gerade in diesen Tagen erst erhielt Stadtdirektor Wolfgang Nolte einen Brief, der einen Ausschnitt es Eichsfelder Tageblattes enthielt, auf dem der Westerturm zu sehen war. In den Zeitungsausschnitt eingewickelt fanden sich 5000 Mark in bar mit dem Hinweis, sie seien für „den da„ - mit Pfeil auf das Westerturm-Bild. Gegenüber dem Tageblatt sprach Stadtdirektor Wolfgang Nolte dem anonymen Spender oder Spenderin den herzlichen Dank der Stadt aus. Hier sei Bürgersinn in reinster Form unter Beweis gestellt worden. Angesichts der Finanzlage wünsche sich die Stadt noch viele solcher „Zeichen der Solidarität„. Tatsächlich sieht der Verwaltungschef inzwischen für die „dringend und unverzüglich anzugehende„ Sanierung des Westerturmes auch finanzielle Realisierungsmöglichkeiten. Die Reparatur des Helmes wird auf 1,8 Millionen Mark geschätzt. An der Finanzierung werden sich maßgeblich beteiligen: Der Denkmalschutz des Landes Niedersachsen, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Landkreis Göttingen, die Lotto-Stiftung sowie - hoffentlich zahlreiche - Spender, Gönner und Freunde der Stadt. „Die Finanzierung ist noch nicht ganz festgeklopft, die guten Signale, die wir bisher erhalten haben, lassen es aber doch verantworten, jetzt mit dem Projekt zu beginnen„, so der Stadtdirektor. Das gilt allerdings noch nicht für die gesamte Neugestaltung im Umfeld des Westerturmes (Bachmannnsches Haus / Stadtmauer). Hierüber muss erst noch im Verwaltungsausschuss entschieden werden, denn auch dieses Vorhaben ist mit 1,5 Millionen Mark veranschlagt. Allerdings sind auch hier schon die Weichen gestellt. So hofft die Stadt auf Fördermittel aus EU-Programmen, aus Resten der Städtebauförderung sowie vom Landkreis Göttingen und natürlich von besagten Förderern, Spendern und Gönnern. Jedenfalls zeigt sich der Stadtdirektor „ermutigt auch bei diesem Vorhaben weiter voran zu gehen„. Was das andere Groß-Vorhaben anbetrifft, die Sanierung des Rathauses, so kommen die Arbeiten gut voran. Wie der Leiter des städtischen Bauamtes Jens-Otto Erdbrügger erläuterte, werden bei Reparatur vorwiegend Handwerkstechnik eingesetzt, die auch bei der Erbauung des Hauses das Maß der Dinge waren. Begleitet werden die Arbeiten von Professor Manfred Gerner, dem Leiter des Deutschen Zentrums für Handwerk- und Denkmalpflege.
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Neues Bild prägt alten Turm Denkmalpflege Die Bebauung neben dem Westerturm soll ein neues Gesicht erhalten. Für die Umgestaltung hatte die Stadt einen Wettbewerb ausgerichtet. Gewonnen hat ihn die Entwicklungsgesellschaft Brandi und Partner aus Göttingen.
Duderstadt (sr). Ausgangspunkt der Überlegungen war die anstehende Sanierung des gedrehten Westerturm-Helmes. „Wenn dieses millionenschwere Vorhaben sowieso angepackt werden muss„, so erläuterte der ehemalige Leiter des Staatshochbauamtes in Göttingen, Horst Kromschröder, „dann bietet es sich förmlich an, auch dem leerstehenden, benachbarten Bachmannschen Haus eine neue Nutzung zu geben„. Nach dem Vorschlag von Joachim Brandi sollte der marode Fachwerkteil des Hauses abgerissen werden, so dass die darin „versteckte„ Stadtmauer und der Treppenzugang zum Turm wieder freigelegt werden. Beide sollten zum Schutz vor Wind und Wetter einen lichten Glasvorbau erhalten. Erhalten bleibt der steinerne Teil des Bachmannschen Hauses, in den Treppenaufgänge und eventuell ein Aufzug eingebaut werden. Auf der jenseitigen Seite der Mauer kann die dort angesiedelte Bäckerei erweitert und ein Versammlungsraum geschaffen werden. Wie Stadtdirektor Wolfgang Nolte zum Abschluss der Jury-Sitzung unter Leitung von Professor Manfred Hegger (Kassel) betonte, gilt es auch am Brandi-Entwurf noch manche Feinarbeit zu leisten. Ebenso muss ein Finanzierungsplan aufgestellt werden. Darüber müsse während eines Erörterungstermins gesprochen werden, der für den kommenden Monat festgesetzt ist. Dazu der Stadtdirektor: „Wir müssen versuchen, die finanzielle Last auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Ansonsten wird es kaum gelingen, unsere Pläne Wahrheit werden zu lassen„.
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Der Westerturm verliert sein Dach doch Finanznot / Stadt kann die Sanierung des Duderstädter Wahrzeichens nicht bezahlen Hiobsbotschaft für alle Eichsfelder und Besucher der Region; Das Wahrzeichen der Brehmestadt, der von weither sichtbare Westerturm, wird sein gedrehtes Dach verlieren. Die dringend notwendige Sanierung ist aufgrund der schlechten Finanzsituation unmöglich geworden.
Duderstadt (sr). Stadtdirektor Wolfgang Nolte erhielt die Hiobsbotschaft am Freitagnachmittag. Die Prüfung der Duderstädter Haushaltskasse ergab, dass die Sanierung der Dachkonstruktion - Fachleute rechnen mit Kosten in Millionenhöhe - in den nächsten Jahren finanziell absolut nicht möglich ist. Da die Statik des Daches aber alles andere als stabil ist, muss aus Sicherheitsgründen entweder der Bereich um den Westerturm dauerhaft gesperrt oder das Dach abgetragen werden. „Für uns kam die Nachricht völlig überraschend, wir sind ratlos„, betonte Stadtdirektor Wolfgang Nolte gegenüber dem Tageblatt. Da eine dauerhafte Sperrung der Spiegelbrücke bzw. der Westertorstraße aufgrund der Verkehrsführung nicht in Frage komme, müsse das gedrehte Dach des Westerturmes schnellstens abgetragen werden. „Das Dach muss natürlich unbedingt erhalten bleiben. Die Verwaltung wird jetzt schnellstens prüfen lassen, ob der obere Teil des Turmes in einem Stück abgenommen werden kann. Eine Möglichkeit wäre, das Dach im Bereiche des LNS-Geländes aufzustellen, um Bürgern und Gästen wenigstens noch eine Vorstellung vom ursprünglichen Aussehen des Westerturmes geben zu können„, berichtet der Stadtdirektor weiter. Schon jetzt beschäftigt sich das städtische Bauamt mit der Frage der Abdichtung des Turmes. „Zur Zeit bleibt nur die Möglichkeit, ein kostengünstiges Flachdach auf den Turm zu bringen„, so Bauamtsleiter Jens-Otto Erdbrügger. Für Nolte bietet sich dann - zumindest touristisch - eine nicht ganz unattraktive Möglichkeit der Turm-Öffnung. „Darüber macht sich die Stadt ja schon seit Jahren Gedanken, den Turm den Bürgern zugänglich zu machen. Sollte ein Flachdach aufgebracht werden, könnte dort eine Dachterrasse entstehen, die den Besuchern einen einzigartigen Blick über Duderstadt ermöglicht. Interessierte Betreiber aus der Gastronomie wird es sicherlich geben„, hofft Wolfgang Nolte.
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Der Helm gewinnt wieder an Stabilität Westerturm/ Sanierung eventuell in Etappen Dass die Helmkonstruktion des Westerturmes saniert und renoviert werden muss, darin sind sich alle Fachleute einig. Unterschiedliche Meinungen dagegen gibt es über Art und Umfang der notwendigen Arbeiten. Anfang März soll in einem Experten-Gespräch Einvernehmen über die vorrangig auszuführenden Reparaturen herbeigeführt werden.
Duderstadt (sr). Wollte man den Westerturm- das letzte erhaltene mittelalterliche Stadttor Duderstadts- auf einen Schlag sanieren, müssten 1,6 Millionen Mark aufgebracht werden. Dafür könnten sowohl der statisch problematische Helm als auch der Sandsteinsockel des Gebäudes renoviert werden. Das Geld steht aber nicht zur Verfügung. Deshalb soll der Versuch unternommen werden, das Gesamtvorhaben über einen längeren Zeitraum zu strecken und mit den wichtigsten, statisch dringlichen Arbeiten zu beginnen. Nachdem der Diplom-Ingenieur für das Bauwesen, Bernd Gockel in seinem Gutachten dargelegt hatte, dass einen grundlegende Komplettrenovierung der Helmkonstruktion notwendig sei, haben Gespräche der Stadtverwaltung mit Baumeistern, die tag-täglich in der Renovierungsarbeit stehen, ergeben, dass die Statik vielleicht auch durch einzelne Arbeitsschritte gesichert werden könnte. „Es scheint denkbar, dass die Arbeiten auch vom Inneren des Helmes her ausgeführt werden, so dass wir auf den Aufbau von teuren Gerüstkonstruktionen verzichten könnten. Ebenso wären eine Behinderung des Verkehrs nicht nötig„, erläutert Stadtdirektor Wolfgang Nolte. Gockel dagegen hatte vorgeschlagen, den gesamten Helm hydraulisch um 20 Zentimeter anzuheben, um die tragenden Mauerlatten komplett erneuern zu können. In einem Gespräch Anfang März soll zwischen Gutachter, Baumeistern und Verwaltungsangehörigen geklärt werden, wie nun weiter vorgegangen wird. Dabei wird es übrigens nicht nur um den Turm selbst, sondern auch um die angrenzende Bebauung gehen. Im Bachmannschen Haus- das seit Jahren der Stadt gehört und leer steht- befindet sich bekanntlich der Zugang zum Turm, und die Verwaltung überlegt seit geraumer Zeit, ob der nicht für die Öffentlichkeit begehbar gemacht werden sollte. Bislang sind die Tauben dort Alleinherrscher.
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Stadt muss neu rechnen Duderstadt (sr). Neue Ausgaben und zu korrigierende Einnahme-Erwartungen zwingen die Stadt Duderstadt mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, schon sehr bald einen städtischen Nachtragshaushalt aufzustellen. Die Helmkonstruktion des Westerturms weist schwere Schäden auf, eine Reparatur könnte rund eine Million Mark kosten. Die Schlüsselzuweißungen des Landes müssen in ihrer endgültigen Form eingesetzt werden. Zum dritten könnte es auch bei der Gewerbesteuer-Einschätzung Korrekturen geben. „Denkbar wäre, dass wir bereits bis April einen ersten Nachtragshaushalt vorlegen„, erläuterte Kämmerer Friedrich Einecke gegenüber dem Tageblatt. „Das bereitet von der rein rechnerischen Seite her keine großen Probleme„, so Einecke, „viel interessanter ist die Frage nach der Finanzierung von Projekten- wie etwa die Westerturm-Sanierung. Ebenso müssen die Fristen für die Ausschuss-Sitzungen eingehalten werden. Was den Westerturm angeht, so erhofft man sich endgültige Entscheidungsgrundlagen durch Erkenntnisse von Bau-Praktikern, die zur Zeit alle Einzelheiten in der Helmkonstruktion untersuchen. Ihre Feststellungen sollen bis Februar vorliegen.
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Schäden erfordern schnelles Handeln Westerturm / Gutachten erschreckt Politiker Duderstadt (sr). Die Schäden am Westerturm sind schwerwiegender als bisher angenommen. Eine Grundsanierung des gedrehten Helms ist unumgänglich. Für die Verkehrsführung in der Kernstadt und für den Haushalt Duderstadts im Jahr 2000 wird das Konsequenzen haben. Im Rahmen einer Überprüfung des Helm-Inneren durch den Statiker Bernd Gockel hat dieser festgestellt, dass die tragende Basis des Helms auf den Mauer-Oberkanten, die so genannten Mauer-Latten, an vielen Stellen marode ist. Taubenkot und Feuchtigkeit haben die Latten morsch gemacht. Weiterhin sind durch die starke Drehung des Turmes nach und nach viele Zapfen aus ihren Verankerungen gerissen. Das hatte Auswirkungen auf weitere tragende Balken, die gebrochen oder angebrochen sind (Tageblatt berichtete). Wie Gockel jetzt im Bauausschuss darstellte, haftet der Konstruktion des Turmes ein grundsätzlicher Fehler an. Die in die Spitze führenden Dachlatten sind im Basisbereich nicht durch so genannte „horizontale Kreuze„ verbunden, die für die Festigkeit des Helms von Bedeutung sind. Deshalb konnte der Wind im Lauf der Jahrhunderte den Helm so verdrehen, wie er sich heute präsentiert. Zur Zeit wird die Turmspitze - die trotz vier Blitzeinschlägen niemals richtig saniert wurde - nur noch durch die Verschalung zusammengehalten, so Gockel. In möglichst kurzer Frist muss die Grundsanierung des hölzernen Innenlebens des Helmes in Angriff genommen werden. Dazu wird das Dach per Hydraulik um etwa 20 Zentimeter angehoben, so dass die Mauerlatten freigelegt und erneuert werden können. Während der Bauarbeiten muss der Verkehr auf der Spiegelbrücke gesperrt werden.
Was die Kosten der Grundsanierung betrifft, so mochte sich Gockel nicht festlegen, die Millionengrenze dürfte aber nicht unwahrscheinlich sein. Das erfordert erhebliche Umschichtungen im städtischen Haushalt 2000. Da die Sanierung des Turmes aber (ähnlich wie im Falle von St. Servatius) zu einer Aufgabe der Gefahrenabwehr werden wird, muss das Geld aufgebracht werden.
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Jetzt spukt der Teufel wieder im alten Gebälk Westerturm / In sich gedrehte Helmkonstruktion weist erhebliche Schäden auf Schäden an der Holzkonstruktion des Westerturm-Helmes beeinträchtigen seine Standfestigkeit. Holzbalken sind gebrochen, Verzapfungen haben sich gelöst, die Statik des in sich gedrehten Holzgerippes droht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Abhilfe ist notwendig. Duderstadt (sr). Über Jahrhunderte hinweg zählte der angeblich vom Teufel verdrehte Helm des Westerturmes zu den Attraktionen der Stadt. Jetzt bereitet er Sorgen, denn seine Standfestigkeit ist nicht mehr zu 100 Prozent gegeben. Untersuchungen durch den Diplom-Ingenieur für das Bauwesen, Bernhard Gockel, haben ergeben, dass es an der tragenden Holzkonstruktion erhebliche Schäden gibt.
Thema im Ausschuss „Da gibt es gebrochene Balken, Verzapfungen haben sich gelöst, die Statik der Gesamtkonstruktion weist Schwächen auf„, erläutert der Chef des städtischen Bauamtes Jens-Otto Erdbrügger. „Bevor es aber zu echten Gefährdungen kommt, müssen wir etwas unternehmen und können das nicht mehr auf die lange Bank schieben„, so Baudirektor Erdbrügger. Was zu unternehmen ist, darüber wird heute anlässlich der Sitzung des Bauausschusses mit Gockel zu sprechen sein. Er soll in einem detaillierten Gutachten der Art und Schwere der Schäden exakt nachgehen, ebenso soll er Vorschläge unterbreiten, was zur dauerhaften Stabilisierung des Turm-Helmes getan werden kann. Würde nichts geschehen, könnte ein kräftiger Sturm starke Schäden und auch Gefährdungen verursachen. Bereits anlässlich der Sitzung des Finanzausschusses hatte Stadtdirektor Wolfgang Nolte darauf hingewiesen, dass unter Umständen sogar zur Gefahrenabwehr Sofortmaßnahmen ergriffen werden müssten, was im städtischen Haushalt nachträglich zur berücksichtigen wäre. So hatte man schon beim Turm der St. Servatius-Kirche handeln müssen, als sich Schiefer-Dachplatten gelöst hatten.
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