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Maßnahmen am Westerturm
Nach Sicherstellung der Finanzierung konnte im Mai 2002 mit der Sanierung des Turmes begonnen werden. Neben der zimmermannsmäßigen Auswechselung von verrotteten Hölzern und der Herstellung von kraftschlüssigen Verbindungen wurden die fehlenden Andreaskreuze in einer Edelstahlkonstruktion ergänzt. Bewusst wurde hierbei auf Holz verzichtet, um den Eingriff in die vorhandene Konstruktion einerseits gering zu halten, andererseits die neue Konstruktion zu verdeutlichen. Durch diese Maßnahmen ist eine weitere Verdrehung des Turmes ausgeschlossen und die Standsicherheit für viele Jahre gewährleistet.
Die eigentliche Holzsanierung an der Turmhelmkonstruktion war im September 2002 beendet, so dass mit der Verschalung und Aufbringung der Dachpappe begonnen werden konnte.
Nahtlos schloss sich die Verschieferung des Turmhelmes und Aufsetzen der Turmbekrönung an, so dass bereits im November 2002 das Gerüst zumindest im Helmbereich schon wieder zurückgebaut werden konnte.
Größere Schäden als ursprünglich angenommen waren neben vereinzelten Schadensbildern in dem aufgehenden Sandsteinmauerwerk des Turmes, insbesondere in der streusalzbelasteten Tordurchfahrt und entlang der seitlich vorbeiführenden Gehwege zu beheben.
Neben der erforderlichen Sandsteinrestaurierung am Turm mussten auch Zuganker über der Tordurchfahrt gesetzt werden, um ständig wiederkehrenden Rissbildern über der Durchfahrt - infolge einer Fundamentschwächung in den 30ger Jahren durch umfangreiche Kanalbauarbeiten bei der damaligen zentralen Trinkwasserversorgung -vorzubeugen. Nach der Freilegung des Turmzuganges (Beginn des Abbruches am 23.6.03) über der seitlich anschließenden Stadtmauer konnte hier die Sandsteinsanierung und die Begehbarmachung des Turmes fortgesetzt werden. Im Bereich der Stadtmauer musste überwiegend loses Steinmaterial des älteren Stadtmauerbereiches neu vermauert und großflächig verfugt werden. Die Stahl- bzw. Mauerwerksunterfangungen wurden im Erdgeschoss mit Sandstein verkleidet. Im Turminneren erfolgte eine Verstärkung bzw. Restaurierung der Deckenbalken und Dielungen. Nach Restaurierung der historischen Turmtür wurden zusätzlich eine Fluchtwegtür, Stahlrahmenfenster hinter den Maßwerken, Glasplatten über den Fenstertritten zum Schutz des originalen Mauerwerks und zwei Stahltreppen zur Begehung der beiden nächsten Turmebenen eingebaut. Abschließend wurden die historischen Malereireste, die unter und über dem Turmzugang an der Stadtmauer freigelegt werden konnten, gefestigt.
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Maßnahmen am Gebäude "Spiegelbrücke 18"
Untrennbar verbunden mit der Öffnung des Westerturmes für die Bevölkerung ist das östlich angrenzende originale Stadtmauerstück mit dem bisher einzigen Zugang über der angebauten Treppe. Überbaut mit einem Haus von schlechter Bausubstanz und geringem Nutzwert musste eine architektonische Lösung für das Haus -Spiegelbrücke 18- gefunden werden, die den Zugang zum Westertor und gleichzeitig ein sinnvolles Nutzungskonzept des Ensembles ermöglicht.
Nach Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes wurde nach dem Konzept des Architekten Jochen Brandi der in der angrenzenden Bebauung verborgene alte Treppenzugang über der hier noch in originaler Höhe vorhandenen Stadtmauer durch Abbruch der Überbauung freigelegt. Eine Stahl-Glaskonstruktion ersetzt nun diesen Vorgängerbau und ermöglicht dadurch dem Passanten von der Straße aus zu erleben, wie der Turm früher erklommen wurde. Ein neuer Turmzugang konnte versteckt hinter der Stadtmauer geschaffen werden.
Allen Zuwendungsgebern ist es zu verdanken, dass das Wahrzeichen von Duderstadt der Nachwelt erhalten und einer denkmalverträglichen Nutzung zugeführt werden konnte. Seit der Eröffnung hat das Westerturmensemble in der Bevölkerung großen Zuspruch erhalten.
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