Das 19. Jahrhundert lebte von der Diskussion über einen möglichen Abriss des Westerturmes. Führende Personen bei dieser Diskussion waren die Bürger, die sich mit einem Schreiben an den Magistrat wendeten, in dem sie erhebliche Mängel des Turmes, wie z.B. schwere Risse im Mauerwerk, aufwiesen. Aufgrund des Druckes sollte ein Bauaufseher den Westerturm begutachten. In seinem Gutachten an den Senat schreibt er:
"Architektonische Merkwürdigkeiten, welche dem Abbruch entgegenstehen, sind an dem alten, einfachen Turm mit Ausnahme der windschiefen Eindeckung der äußeren Dachwände nicht vorhanden. Es spricht nichts dagegen, den Turm bis zur "Rez de Chaussee" abzureißen".
Obwohl der Großteil der Wehrtürme aus finanziellen Gründen abgerissen wurde, entschließt sich der Senat dafür, den Turm zu erhalten und diesen zu sanieren. Man überlegte, ob man die Spitze teilweise abreißen und durch eine Neukonstruktion und einer geringeren Höhe wieder aufbauen sollte. Skizzen aus dieser Zeit zeigen, aufgrund ihrer "geraden" Konstruktionen, dass die Drehung des Turmes wohl erst in dieser Zeit eingesetzt haben kann. Die Drehung des Westerturmes ist übrigens eine Fehlkonstruktion, die unter Zeiteinfluss und atmosphärischer Einwirkung, zum Einsacken der Spitze führte.
Im 19. Jahrhundert wandelte auch die Nutzung des Westerturmes. Er diente längst nicht mehr als Wehrturm, sondern wurde zu Wohn- und Lagerzwecken genutzt. Mit dem kommenden Tourismus kehrte so langsam wieder die Bedeutung eines solchen Turmes, als heutiges Wahrzeichen, wieder.
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